«Aufwertung für die Gemeinde»

Das Projekt hat eine lange Vorgeschichte. Nach harzigem Start geht nun alles zügig und planmässig voran.

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Aargauer Zeitung

Peter Belart

Frau Gemeindeammann Dora Farrell beglückwünschte die Bauherrschaft zu diesem Tag und zu einem Projekt, das einem ausgewiesenen Bedürfnis entspricht. Dass in Schinznach-Dorf nun in absehbarer Zukunft Seniorenwohnungen bestehen, bezeichnete Farrell als «eine markante Aufwertung unserer Gemeinde».

Und dann gings zur Sache. Martin Kummer von der Baufirma Treier AG hatte sich anstelle einer «normalen» Grundsteinlegung etwas Besonderes einfallen lassen: Die anwesenden zukünftigen Wohnungsbesitzer wurden eingeladen, an der Herstellung einer Betonplatte mitzuwirken, welche die Jahreszahl 2009 trägt und die in die Hausfassade eingefügt werden soll.

Ein längerer Weg

Die Idee von Seniorenwohnungen wird in Schinznach-Dorf schon seit Jahren diskutiert. Vordenker dieses Projekts hatten die Chancen erkannt, die sich hier ergaben: In unmittelbarer Nähe zum bestehenden Alters- und Pflegeheim gibt es unüberbautes Bauland. Und längst war der Wunsch nach seniorengerechten Wohnungen geäussert worden. Doch auch hier sollte gut Ding Weile haben.

Im Mai 2007 konnte das Bauland gesichert werden, und bereits im Sommer des gleichen Jahres begannen die Projektierungsarbeiten. Im Mai 2008 traten die Firma Treier und die Gemeinde mit ersten Projektvorstellungen an die Öffentlichkeit. Das Vorhaben hatte Schwung aufgenommen: Wieder ein Jahr später wurde das überarbeitete Projekt als Baueingabe aufgelegt; die Baubewilligung konnte im August erteilt werden, und bereits am 21. September begannen die Bauarbeiten. Heute ist der Aushub abgeschlossen, und die Bauarbeiter sind im zukünftigen Kellergeschoss am Werk.

Das Vorhaben

An idealer Lage entstehen zwei Wohnhäuser mit je 10 Wohnungen. Im einen Haus sind Mietwohnungen mit 21⁄2 und 31⁄2 Zimmern geplant, zudem ein neues Domizil für die Spitex, die gegenwärtig im Obergeschoss des Altersheims untergebracht ist. Im andern Haus entstehen Eigentumswohnungen mit 31⁄2 und 41⁄2 Zimmern. Alle Wohnungen weisen Minergie-Standard auf; sie werden alters- und behindertengerecht gebaut und sind mit dem Lift erreichbar.

Als grösstes Plus ist die unmittelbare Nachbarschaft des Alters- und Pflegeheims zu sehen. Es steht den zukünftigen Bewohnern mit seiner ganzen Infrastruktur zur Verfügung und bietet zum Beispiel die Dienste der Küche und der Wäscherei an. Die entsprechend dimensionierte Pellet-Heizung im Heim wird auch die Seniorenwohnungen mit Wärme versorgen. Zudem ist die bevorzugte Lage im Dorf erwähnenswert. In einer Distanz von wenigen hundert Metern sind Arzt- und Zahnarztpraxen erreichbar, Restaurants, die Post, die Bank, der Coiffeur, die Kirchen, verschiedene Läden und Busstationen. Trotzdem kommen die Gebäude in eine sehr ruhige Umgebung zu stehen mit Gärten, Wiesen und entsprechenden Möglichkeiten für Spaziergänge.

Im Moment sind bereits sieben der zehn Eigentumswohnungen verkauft. «Und dabei haben wir nicht ein einziges Inserat aufgegeben», hielt Martin Kummer fest. Mit dem Bezug wird spätestens per Ende März 2011 gerechnet.