"Apéro géant"

Aufruf zum Massen-Umtrunk endet mit friedlichem Picknick

Polizisten patrouillierten den ganzen Tag auf dem Champ de Mars

Polizisten patrouillierten den ganzen Tag auf dem Champ de Mars

Ein grosses Polizeiaufgebot und gründliche Kontrollen haben unter dem Eiffelturm eine befürchtete riesige Trinkparty verhindert. Facebook-Mitglieder hatten sich zum Ziel gesetzt, bis zu 50'000 Menschen zu einem sogenannten «apéro géant» in Paris zusammenzubringen.

Stattdessen tummelte sich eine friedliche Menge an Touristen und Parisern auf dem Rasen auf dem Pariser Champ de Mars. Es seien etwa so viele Menschen gewesen wie an einem üblichen Wochenende bei schönem Wetter, sagte ein Sprecher der Stadt Paris.

Die Polizei hatte das über Facebook geplante Treffen nicht explizit verboten, aber abgeraten, dorthin zu gehen. Sie verwies ausserdem auf ein seit längerem geltendes Alkoholverbot am Champ de Mars. Beamten durchsuchten am Abend die Taschen von Besuchern. Glasflaschen und Gläser waren verboten.

Per Schneeballsystem erreichen Einladungen über das soziale Online-Netzwerk blitzschnell grosse Menschenmengen. Manche Facebook-Nutzer haben mehrere Hundert Kontakte, denen sie die Einladung mit einem Klick weiterleiten können.

Alarmiert durch den Tod eines betrunkenen 21-Jährigen bei einem "Apéro géant" am vergangenen Wochenende in Nantes hatten die Behörden die Bedingungen für über das Internet verabredete Trinkpartys verschärft.

Die Organisatoren der bei Jugendlichen beliebten Massenveranstaltungen müssten sich künftig klar zu erkennen geben und die Feten drei Tage vorher bei den Behörden anmelden, hatte Innenminister Brice Hortefeux erklärt.

Die Veranstalter müssten zudem für die Sicherheit der Teilnehmer sorgen und verhindern, dass Minderjährige an Alkohol kämen. Sollten sie das nicht tun, müssten sie mit Strafen und Schadenersatzforderungen rechnen.

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