FC-Möhlin-Riburg/ACLI

Auf der Suche nach der neuen Heimat

Noch nichts zu sehen: Hier neben dem neuen Garderobengebäude soll dereinst das neue Klubhaus stehen.

Klubhaus FC-Möhlin

Noch nichts zu sehen: Hier neben dem neuen Garderobengebäude soll dereinst das neue Klubhaus stehen.

Das alte Klubhaus wird geschlossen, für ein Neues fehlen dem FC Möhlin-Riburg/ACLI im Moment die finanziellen Mittel. Der Verein hat aber konkrete Pläne, wie er zu einem Klubhaus kommt.

Nadine Böni

«Wenn nicht jetzt, wann dann?» sei das Motto, sagt Thomas Metzger, Präsident des FC Möhlin-Riburg. Der Verein hat seit Jahren dasselbe Problem: Ein Grossteil seiner Spiele wird auf den Feldern des Sportzentrums Steinli ausgetragen. Dort gibt es allerdings kein Klubhaus. Dieses steht auf dem Sportplatz Riburg. «Auf dem Steinli haben wir seit Jahren kein Angebot. Wir können unseren Gastmannschaften weder Verpflegung noch Witterungsschutz bieten», so Metzger.

Klub ohne Klubhaus

In der nächsten Saison spielt der FCM auf dem Steinli. Dann wird das alte Klubhaus auf dem Riburg geschlossen. Im Rahmen der Zonenplanung in Möhlin soll der Sportplatz Riburg in Wohnzone und Zone für öffentliche Erholungs- und Freizeitanlagen umgezont werden.

Was mit dem alten Klubhaus - ein Postgebäude aus den 60er-Jahren - passiert, ist noch nicht klar. «Vielleicht meldet sich der Ballenberg», sagt Thomas Metzger schmunzelnd. Sicher ist: Die aktuelle Saison ist die letzte des FC Möhlin-Riburg/ALCLI auf dem Sportplatz Riburg. Danach zieht der Verein definitiv ins Steinli um.

Für den FCM-Präsidenten ist klar, dass jetzt die Zeit für ein neues Vereinslokal gekommen ist. Letztes Jahr feierte der Verein sein 75-jähriges Bestehen, im September durfte er die neuen Fussballfelder im Steinli einweihen. «Diese Anlage ist ein Meilenstein in der Geschichte des Vereines», sagt Thomas Metzger. Daher sollte das neue Klubhaus «etwas mehr als nur ein Gartenhaus» sein, wie Metzger sagt.

«Es soll etwas darstellen und auch langfristig und nachhaltig unsere Bedürfnisse erfüllen - am besten für die nächsten 75 Jahre.» Geplant ist ein Klubhaus mit Untergeschoss für einen Lagerraum, Büro und Archiv. «Wir werden aber nichts bauen, was wir uns nicht leisten können», versichert Metzger, «ein finanzielles Risiko werden wir nicht eingehen.»

Die Verantwortlichen des FC Möhlin-Riburg/ACLI rechnen nach Eigenleistung mit Baukosten von rund 600 000 Franken. «Rund die Hälfte wollen wir mit Eigenkapital finanzieren», erklärt Thomas Metzger. Der FCM verfügt über ein Startkapital von 40 000 Franken. Daher hat der FCM ein Konzept ausgearbeitet, wie das neue Klubhaus doch noch finanziert werden kann.

«Wir verkaufen beispielsweise symbolisch unsere Fussballfelder. Einen Quadratmeter für 10 Franken», erklärt Metzger. So will der Verein rund 100 000 Franken einnehmen. «Es geht uns aber nicht nur ums Geld», sagt Metzger, «Wir hoffen, dass wir bei den Leuten, die Land kaufen, eine Verbundenheit zum Verein herstellen können.»

Neue Heimat für Vereinsleben

Der symbolische Verkauf der Fussballfelder ist nicht die einzige Idee des FCM. Auch Gönner- und Anteilscheine sowie Bandenwerbung sollen grössere Beträge Geld in die Kassen des Vereines spülen. «Jetzt sind wir gefordert», weiss Thomas Metzger. Bis Ende Februar möchte Metzger das benötigte Eigenkapital zusammenhaben. Der Rest soll mit Beiträgen von Institutionen, der Gemeinde oder mittels Kredit finanziert werden.

«Im März wollen wir das Baugesuch einreichen, im April mit dem Bau beginnen.» Bis im September des nächsten Jahres soll das neue Klubhaus stehen. «Wir haben einen sehr ehrgeizigen Terminplan und es wäre toll, wenn dies so klappt. Wichtig ist mir, dass wir es von Beginn richtig machen», so Metzger. «Das Klubhaus ist die Heimat des Vereines, ein wichtiges Element der Vereinskultur. Hier sollen sich Jung und Alt wohl fühlen.»

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