Fussgängerbrücke
Auenstein und Rupperswil rücken dank Fussgängerbrücke zusammen

Auenstein und Rupperswil liegen nur zwei Steinwürfe voneinander entfernt. Doch dazwischen liegen Aare und Kraftwerkkanal und somit ist der effektive Weg deutlich länger. Noch, denn Mitte Jahr sollen die beiden Fussgängerbrücken im Gebiet der neuen dynamischen Flussaue montiert werden.

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Auenstein und Rupperswil rücken näher

Auenstein und Rupperswil rücken näher

Toni Widmer

Man kennt sich, schätzt sich und arbeitet seit Jahren in verschiedenen Bereichen zusammen. So betreiben Auenstein und Rupperswil zusammen eine Badi und auch die Feuerwehren haben schon länger fusioniert. Wenn da nur die Distanz nicht wäre. Zwar ist die Luftlinie zwischen den beiden Dörfern nur zwei Steinwürfe lang. Weil eine direkte Verbindung über Aare- und Kraftwerkkanal fehlt, ist der effektive Weg deutlich weiter.

Mit der Realisierung der dynamischen Flussaue – dem Herzstück des Auenschutzparks Aargau – kommt jetzt auch die lang ersehnte, deutlich kürzere Verbindung. Bis Mitte Jahr gelangt man zu Fuss oder mit dem Velo in wenigen Minuten von der einen in die andere Gemeinde.

Zwei Fussgängerstege nötig

Nötig sind dafür allerdings gleich zwei Brücken. Ein 96 Meter langer Steg von Rupperswil zur Aareinsel und ein 75 Meter langer, schmaler Übergang von dort nach Auenstein.

Mit den Vorarbeiten dafür hat die Firma Rothpletz, Lienhard + Cie AG, Aarau, zu Jahresbeginn angefangen. Trotz dem strengen Winter ist das 10-köpfige Team von Polier Kurt Tarmann schon ein gutes Stück vorwärtsgekommen. Die neuen Brücken werden als Stahlkonstruktionen mit Holzlaufstegen ausgeführt. Die Firma Rothpletz, Lienhard erstellt dafür in aufwändiger und exakter Arbeit – die vorgefertigten Stahlträger müssen am Schluss millimetergenau passen – die Widerlager an den Ufern. Jenes in Rupperswil Süd ist bereits fertig erstellt, das Gegenstück auf der Aareinsel weit fortgeschritten. Am Auensteiner Flussufer hat der Aushub begonnen. Bis Ende April, schätzt Polier Tarmann, sollen alle vier Bauwerke fertig sein.

Laut Bruno Schelbert, Projektleiter für die Realisierung der dynamischen Flussaue, ist der Einbau der Stege für den Monat Juli geplant.

Mittlerweile, erklärte Schelbert, seien auch die Aushubarbeiten für den neuen Aare-Seitenarm so richtig angelaufen. Für die Bevölkerung sei das mit gelegentlichen Staub-Immissionen verbunden, wofür er um Verständnis bitte. Schelbert ersucht die Besucher des Gebietes zudem um Vorsicht: «Es zirkulieren viele Baumaschinen. Deshalb sollten Spaziergänger aufpassen und keinesfalls die markierten Wege verlassen.»

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