Auch Prämien für Zusatzversicherungen steigen

Die Prämien der freiwilligen Krankenzusatzversicherung gelten gemeinhin als stabil. Auf das nächste Jahr hin erhöhen aber zahlreiche Anbieter ihre Tarife. Dies zeigt eine Umfrage des Internet-Vergleichsdiensts comparis.ch bei den grössten Krankenkassen.

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Im Gegensatz zu den Prämien bei der obligatorischen Grundversicherung sind die Tarife der Zusatzversicherung normalerweise äusserst stabil und wurden in der Vergangenheit kaum erhöht. Auf das nächste Jahr hin erhöhen aber zahlreiche Krankenkassen die Zusatzversicherungsprämien. Dies zeigt eine Umfrage des Internet-Vergleichsdiensts comparis.ch bei den grössten Krankenkassen.

Von den 17 befragten Kassen gaben nur Assura, Aquilana, EGK und Groupe Mutuel an, die Prämien nicht zu erhöhen. Bei allen anderen Krankenkassen müssen die Versicherten je nach Versicherungsprodukt mit einer Prämienerhöhung rechnen. Davon können sowohl die Tarife für die ambulante Zusatzversicherung als auch für die Spitalzusatzversicherung betroffen sein. Gemäss den comparis.ch vorliegenden Prämien sind in Einzelfällen Aufschläge von bis zu 55 Prozent möglich.

Kürzere Kündigungsfristen wegen Prämienerhöhung

«Wer von einer Prämienerhöhung betroffen ist, hat in der Regel eine verkürzte Kündigungsfrist», erklärt Richard Eisler, Geschäftsführer von comparis.ch. Die meisten Krankenkassen haben bei der Zusatzversicherung eine dreimonatige Kündigungsfrist.

Ohne Prämienerhöhung muss die Kündigung somit bis Ende September bei der Krankenkasse eintreffen. Bei Prämienerhöhungen ist in der Regel eine Kündigung innerhalb von dreissig Tagen nach Erhalt der Mitteilung über die neuen Prämien möglich. Das bedeutet, dass die Zusatzversicherung auch innerhalb des Novembers gekündet werden kann.

Wer die Zusatzversicherung wechseln will, sollte bei der alten Kasse erst kündigen, wenn die Aufnahmebestätigung der neuen Kasse vorliegt. «Ohne Aufnahmebestätigung riskiert man, wegen Vorbehalten weniger Leistungen beziehen zu können oder bei der neuen Kasse gar nicht aufgenommen zu werden», sagt Eisler. «Wer die Zusatzversicherung wechseln will, sollte sich darum schnellstmöglich mit den Angeboten anderer Kassen auseinandersetzen», so der Tipp von Eisler.