Arktis

Arktis-Eis auf drittkleinste Fläche geschrumpft

Eis am Nordpol schrumpft (Archiv)

Eis am Nordpol schrumpft (Archiv)

Das Eis am Nordpol ist auch in diesem Sommer wieder deutlich stärker geschmolzen als noch vor wenigen Jahren. Der Durchschnittswert der Eisfläche im September betrug nur noch 5,36 Millionen Quadratkilometer.

Dies sei die drittniedrigste Marke seit 30 Jahren, teilte das US-Schnee- und Eis-Datenzentrum (NSIDC) in Boulder (US-Bundesstaat Colorado) mit. Nur in den Rekordjahren 2007 und 2008 war das Eis in den Sommermonaten noch stärker geschmolzen.

Die Arktis-Experten bestätigten mit den Zahlen frühere Angaben. Via Satellit wurde am 12. September eine Fläche von 5,1 Quadratkilometern Eis gemessen - der diesjährige Tiefpunkt. Für den langfristigen Vergleich wird jedoch immer der Mittelwert des gesamten September herangezogen.

NSIDC-Direktor Mark Serreze sagte: "Es ist schön, eine kleine Erholung im Vergleich zu den beiden Vorjahren zu verzeichnen." Aber es gebe keinen Grund zur Annahme, dass man wieder die Situation der 70er Jahre erreichen könne. Serreze geht vielmehr davon aus, dass die Eisdecke in den nächsten Jahrzehnten weiter schmelzen wird.

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