Damit erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen auf fast 13,5 Millionen. Besserung ist nicht in Sicht, im Gegenteil: Die Industrie baute im März so viele Stellen ab wie seit mindestens 13 Jahren nicht mehr, wie die Umfrage der Marktforscher von Markit unter 5000 Unternehmen ergab.

Die Arbeitslosenquote stieg überraschend deutlich von 8,2 auf 8,5 Prozent. Nach Prognosen der Industrieländer-Organisation OECD wird sie im Jahresschnitt bei mehr als zehn Prozent liegen und 2010 auf 11,7 Prozent steigen.

Noch ein Jahr zuvor hatte die Quote bei nur 7,2 Prozent gelegen. In der gesamten EU mit 27 Staaten stieg die Arbeitslosigkeit im Februar ebenfalls um 0,2 Punkte auf 7,9 Prozent im Vergleich zum Januar. Damit waren im Februar in der Gesamt-EU rund 19,2 Millionen Männer und Frauen arbeitslos.

Wegen der düsteren Aussichten für den Arbeitsmarkt wird die Europäische Zentralbank (EZB) an diesem Donnerstag voraussichtlich ihren Leitzins von 1,5 auf 1,0 Prozent senken. Mit billigem Geld versucht sie, Konsum und Investitionen zu stabilisieren.