Emojis

Araber mögen Blumen, Franzosen lieben Herzen – Kanadier stehen auf Kot

SMS sind voll mit ihnen: Emojis. Über 800 verschiedene gibt es. Wie unterschiedlich sie verwendet werden, hat eine britische Software-Firma analysiert und 16 Sprachen verglichen: So mögen Australier Drogen und Alkohol, Italiener hingegen die Banane.

Emojis – Es gibt unzählige davon: vom lachenden über das wütende bis zum weindenden Smiley. Herzchen, Bierhumpen, Sonne, Kothaufen oder Lollipop. Emojis sind aus SMS-, Whatsapp- und Facebook-Nachrichten nicht mehr wegzudenken. 

Das britische Software-Unternehmen SwiftKey hat über eine Milliarde Emoji-Daten analysiert. Sein Bericht zeigt, dass die Verwendung dieser Bildschriftzeichen stark von der geschriebenen Sprache abhängt. 

Zum Weinen glücklich 

Unabhängig von der Sprache sind fast die Hälfte aller verschickten Emojis fröhliche und glücklicher Gesichter – sie belegen den Spitzenplatz. Hervor sticht dabei das Tränen lachende Smiley. Lachanfälle beim Schreiben hat man in Brasilien und Amerika, aber auch im deutsch- und italienischsprachigen Raum am häufigsten.  

Mit knapp 15 Prozent sind die traurigen Smileys auf Platz zwei schon weit abgeschlagen. Am traurigsten sind dabei die amerikanischen Latinos, die ihren schlechten Emotionen in 22 Prozent der Fälle Freilauf lassen. Sie verschicken klar am häufigsten das tränenüberströmte heulende Emoji-Gesicht.

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Ganz anders der deutschsprachige Smartphone-Nutzer. Er ist unterdurchschnittlich traurig. 

Mit den spanischen Smartphone-Nutzern teilen die amerikanischen Latinos wiederum nur die Sprache, denn die Iberer stehen auf Party – genau wie die Italiener. Deren Lieblings-Frucht laut der Emoji-Studie die Banane sein muss, denn keiner benutzt diese häufiger.

Mon coeur – romantischer Russe

Am positivsten sind jedoch die französischsprachigen Tipper: 86 von 100 Emojis sind positiv. Dies drücken sie insbesondere durch das kleine rote Herzchen aus, das sie viermal häufiger verwenden als der Durchschnitt und dreimal mehr als die zweitplatzierte Sprache.

Die grössten Romantiker sind aber weder die Smartphone-Nutzer aus der Grande Nation, noch die heissblütigen Italiener und Spanier. Die Russen verschicken dreimal häufiger Zeichen zu Liebe, Gefühle und Romantik als der durchschnittliche Smartphone-User. 

Blumige Araber und besoffene Aussies

Im arabischen Sprachraum gefallen besonders Blumen, Pflanzen, heisses Wetter und – der Bikini. Nirgendwo wird er so häufig benutzt. Australier verschicken derweil häufig Emojis zum Thema Alkohol und Drogen. Gesund muss es Down-Under eh nicht sein, auch Junkfood ist sehr beliebt. 

Nicht die US-Amerikaner, welche vor allem gerne Sport-, Fleisch- und Totenkopf-Symbole nutzen, sind die Leader bei den Gewalt-Emojis. Waffen wie Messer, Pistolen aber auch Fäuste werden am häufigsten von ihren nördlichen Nachbarn verschickt. Bei den Kanadiern ist neben Geld auch sehr beliebt: der Kothaufen. (edi)

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