Ruedi Kuhn

Giuseppe Aquaro, hat der FC Aarau beim 1:1 gegen den FCZ einen Punkt gewonnen oder zwei Zähler verloren?
Giuseppe Aquaro: Wir haben das Spiel bis zum Ausgleichstreffer dank Zweikampfstärke und Aggressivität dominiert und deshalb zwei Punkte verloren. Wir hätten mehr herausholen müssen. Der FC Zürich war ziemlich kaputt und ausgelaugt. Das haben wir zu wenig ausgenützt.

Warum hat es nicht zum Sieg gereicht?
Aquaro: Weil wir in der ersten Halbzeit mehrere Möglichkeiten zum 2:0 verpasst haben. Und weil wir nach meinem Platzverweis während mehr als einer halben Stunde in Unterzahl spielen mussten. In dieser Zeit ging es nur noch darum, das 1:1 über die Zeit zu retten. Mit Vollbestand hätten wir die Zürcher wohl geschlagen.

Wie beurteilen Sie die Leistung von Schiedsrichter Bruno Grossen?
Aquaro: Dazu sage ich nichts. Es ist aber eine Tatsache, dass wir in dieser Saison in entscheidenden Szenen schon dreimal benachteiligt wurden. In Bellinzona wurde Sandro Burkis Tor zum 1:0 fälschlicherweise wegen Abseits annulliert. Dem 1:0 von Xamax ging ein Foul von Stéphane Besle an Ivan Benito voraus. Und vor dem Freistosspfiff für den FC Zürich, der zum 1:1 führte, habe ich in einem Zweikampf gegen Johan Vonlanthen klar den Ball gespielt. Diese Fehlentscheide sind zwar ärgerlich, aber wir müssen sie akzeptieren und die Antwort auf dem Platz zeigen.

Ist der FC Aarau mit dieser Mannschaft in der Super League überhaupt konkurrenzfähig?
Aquaro: Jetzt schon. Wir haben in St. Gallen und gegen den FCZ gut gespielt und waren dem Sieg jeweils näher als der Gegner. Dank den drei neuen Stürmern Stojkov, Lehtinen und Kioyo und dank Baykal gibts sowohl in der Offensive als auch in der Defensive einen Konkurrenzkampf. Ich bin überzeugt, dass der FC Aarau schon bald vom Tabellenende wegkommt.