Victorinox
Anzeige gegen Victorinox: 558 Kilogramm Ware in Muttenz blockiert

Die für ihre Militärmesser bekannte Schwyzer Firma Victorinox soll Produkte in China produziert und dann – mit dem Schweizer Wappen versehen – ins Inland importiert haben.

Merken
Drucken
Teilen

Diesen Verdacht hegt die Zollverwaltung Muttenz BL, wie die Zeitung "Sonntag" berichtet. Die Zollverwaltung behält zurzeit 116 Kisten mit 558 Kilogramm Artikeln zurück, wie Zolldokumente zeigen, die dem "Sonntag" vorliegen. Es handelt sich nicht um Messer, sondern um Taschen, Koffer, Regenschirme und Schlösser, offenbar allesamt versehen mit dem Schweizer Logo.

Bestätigt sich der Verdacht, liegt ein Verstoss gegen das Marken- und Wappengesetz vor. Die Zollbeamten wurden auf Hinweise von Trybol-Unternehmer Thomas Minder aktiv.

Er reicht gegen die Verantwortlichen von Victorinox nun Strafanzeige ein. Die Schwyzer Firma ist über den Vorfall in Muttenz informiert. "Wir haben davon gehört", so Sprecher Hans Schorno. Weiter sagt er, Logos von Produkten, die fremdproduziert werden, würden überarbeitet.