Man habe den Kontakt zu ihnen verloren und wisse nur, dass viele Häuser unter dem Schlamm verschwunden seien, teilte der örtliche Katastrophenschutz mit. Das raue Wetter mache es selbst für Helikopter unmöglich, in dem Gebiet zu landen. Der Regen unterspülte Strassen und Brücken.

Offiziellen Angaben zufolge liegt die Zahl der Toten in Taiwan bei 15. Bereits am Freitag hatte der Taifun "Morakot" das Land erreicht. Danach traf er auf China, wo eine Million Menschen in Sicherheit gebracht wurden wurden und mindestens ein Kind starb, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Die Philippinen meldeten den Tod von 22 Menschen.

In Japan brachten erste Ausläufer des Tropensturms "Etau" mindestens zwölf Menschen den Tod. Sie seien in der westlichen Präfektur Hyogo in Schlammlawinen und Überschwemmungen ums Leben gekommen, teilte die Polizei mit. Flüge wurden abgesagt, und Züge mussten in den Bahnhöfen bleiben. Auch einige Strassen wurden gesperrt.

Mehr als 47'000 Menschen wurden nach einem Bericht des Senders NHK aufgefordert, sofort ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Meteorologen gehen davon aus, dass "Etau" am Dienstag mit 126 Kilometern pro Stunde auf Zentraljapan treffen wird.

Die landwirtschaftlichen Einbussen in den betroffenen Regionen wurden auf mehrere hundert Millionen Dollar geschätzt. Japan, China, Taiwan und die Philippen leiden regelmässig in der zweiten Jahreshälfte unter tropischen Stürmen und Wirbelstürmen.