Fall Bonstetten

Anwalt der Mutter des getöteten Bubs strebt Vergleich an

Der Anwalt der Mutter des Vierjährigen, der Ende Februar in Winterthur von seinem Vater getötet worden war, verlangt von der Gemeinde Bonstetten ZH eine grosse Geldsumme. Er strebt damit einen aussergerichtlichen Vergleich an.

Nach Ansicht der Mutter ist die Gemeinde an dem Tötungsdelikt mitschuldig. "Befriedigender" als ein langwieriger Rechtsstreit wäre ein Schuldeingeständnis der Gemeinde und ein Vergleich, sagte Anwalt Burkhard Wolf gegenüber dem Regionaljournal von Radio DRS.

Er wundere sich, dass die Gemeinde auf die um Ostern herum eingereichte Klage bisher nicht reagiert habe, sagte Wolf auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Wieviel Geld er genau für seine Mandantin verlangt, wollte er nicht verraten. Mit der Grössenordnung von einer Viertelmillion Franken "liegen Sie nicht falsch", sagte er.

Der Rechtsvertreter der Gemeinde Bonstetten, Tomas Poledna, weiss nach eigenen Angaben nichts von einem angestrebten Vergleich. Zurzeit sei die Gemeinde daran, eine Stellungnahme auf eine Klage der Mutter auszuarbeiten. Dafür habe sie drei Monate Zeit. Diese werde man allerdings voraussichtlich nicht in Anspruch nehmen.

Das Kind war Ende Februar in einem Winterthurer Hotelzimmer von seinem Vater getötet worden. Die Mutter macht der Gemeinde Vorwürfe, weil diese - nach einigem Hin und Her - dem Vater das Sorgerecht für den Buben gegeben hatte. Dies, obwohl der Mann in den 1990-er Jahren schon seinen inzwischen erwachsenen ersten Sohn hatte töten wollen.

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