Riniken
«Anti-Weiterzug»-Referendum in Riniken ist wohl geglückt

In Riniken wird der Entscheid, ob die Gemeinde in Sachen Teilverkabelung der Hochspannungsleitung ans Bundesgericht gelangen soll oder nicht, an der Urne fallen. Gestern hat das Referendumskomitee die Unterschriften eingereicht.

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Louis Probst

«Mit diesem Akt schliessen wir das Referendum ab», meinte Werner Huber vom Referendumskomitee bei der Übergabe der Unterschriftenbogen an Gemeindeschreiber Jörg Hunn. «Wir haben feststellen können, dass die Unterschriften überlegt und mit Überzeugung auf die Bogen gesetzt worden sind. Wir haben gut 320 Unterschriften. Wir hoffen, dass die Verwaltung bei der Prüfung auf die gleiche Anzahl kommt.»

Erforderlich für das Zustandekommen des Referendums gegen den Beschluss der Gemeindeversammlung - die sich für eine Prozessvollmacht und für einen Kostenvorschuss von 50 000 Franken für den Gang nach Lausanne ausgesprochen hatte - sind 200 Unterschriften.

«Die Initianten des Referendums sind der Überzeugung, dass der Weiterzug der Beschwerde aussichtslos ist und der Gemeinde ausser Nachteilen und Kosten nichts bringt», betonte Werner Huber. «Ein Nein zum Weiterzug hat nichts mit Kapitulation zu tun, sondern mit Realitätssinn. Weitere 50 000 Franken auszugeben, kommt einer Verschleuderung von Steuergeldern gleich.» Werner Huber dankte aber der privaten Einsprechergemeinschaft Akut - die für den Weiterzug der Beschwerde eintritt - für ihre Pionierarbeit, die sehr geschätzt werde.

Kommt das Referendum zustande, wird am 7. März an der Urne über die Prozessvollmacht und den Kostenvorschuss abgestimmt.

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