Tötungsdelikt

Angeklagte in der Affäre Stern spricht erstmals öffentlich

Grosses Medieninteresse an Stern-Prozess

Grosses Medieninteresse an Stern-Prozess

m Eröffnungstag des Prozesses im Tötungsdelikt Eduard Stern war die mutmassliche Täterin erstmals zu einer öffentlichen Aussage bereit. Die 40-Jährige gab in einer Erklärung zu, sie habe «etwas Schreckliches» getan.

Die Leiche des Bankiers, 50-jährig und prominent, wurde im Februar 2005 in Latex gekleidet von vier Kugeln getroffen in seiner Genfer Luxuswohnung aufgefunden.

Am Eröffnungstag des Prozesses hat die Angeklagte erstmals öffentlich ihr Schweigen gebrochen. Cécile B. gab in einer spontanen, aber wirren Erklärung zu, "etwas Schreckliches" getan zu haben.

Auch der psychiatrische Gutachter sagte im Prozess aus. In den Augen des Professors kann die Tat der 40-jährigen Französin als "Liebesverbrechen" bezeichnet werden.

Ihren Liebhaber umzubringen, sei für die Angeklagte auch ein Mittel gewesen, ihn für sich zu vereinnahmen. Für sie sei Stern nicht wirklich tot. Sie erzähle davon, dass ihr toter Liebhaber immer wieder "Kontakt" mit ihr aufnehme.

Laut dem psychiatrischen Gutachten hat die Frau eine Borderline-Persönlichkeitsstörung, einen IQ-Wert unter dem Durchschnitt und sei auch Manipulantin.

Die zwölf Geschworenen müssen darüber richten, in welchem Masse die Angeklagte für den Tod des Bankiers Stern verantwortlich ist. Die Anklage plädiert auf vorsätzliche Tötung, die Verteidigung auf Totschlag im Affekt.

Begründet wird dies seitens der Verteidigung damit, dass Cécile B. Opfer psychischer Gewalt gewesen sei. Ihr Liebhaber habe sie bedroht und unter Druck gesetzt. Die Anklage hingegen argumentiert, dass sie einzig am Geld des Franzosen interessiert gewesen sei.

Die Familie Stern ist der Meinung, dass Geld der Auslöser für die Tat war. Stern habe Cécile B. eine Million Dollar versprochen und überwiesen, diese später aber gesperrt. Dies habe ihm die Angeklagte nicht verziehen.

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