Andy Keller stürmt für die Kapo

Die 59: Andy Keller, der ehemalige Spieler des SC Langenthal, stürmt an der WM 2011 für das Team der Kapo Bern. (Hanspeter Bärtschi)

AndyKeller_dsc.jpg

Die 59: Andy Keller, der ehemalige Spieler des SC Langenthal, stürmt an der WM 2011 für das Team der Kapo Bern. (Hanspeter Bärtschi)

Eine Eishockey-Premiere ist in Sicht: Im Februar 2011 messen sich 24 Teams aus 12 Nationen von Polizei, Grenzwacht- und Militärmannschaften an der ersten «Weltmeisterschaft öffentliche Sicherheit». Organisator Urs Gasser lässt neben Lyss auch in Langenthal, Huttwil und Burgdorf spielen.

Bruno Utz

An grossen Sportanlässen gehören sie längst dazu, Polizisten und Militärpersonen. Normalerweise sorgen sie dort für die Sicherheit. Ganz anders im Februar 2011; dann bewegen sie sich als sportliche Hauptakteure auf dem glatten Eis. In Lyss, Langenthal, Huttwil, Worb, Wichtrach und Burgdorf werden sie erstmals den «Eishockey-Weltmeister der öffentlichen Sicherheit» erküren. Vater der WM-Idee ist Urs Gasser, der zusammen mit einem 16-köpfigen Organisationskomitee im vergangenen Februar bereits die erste Europameisterschaft für Polizei-, Militär- und Grenzwachtkorps organisiert hatte.

Käser übernimmt Patronat

«Nach dem erfolgreichen Turnierverlauf fragte ich Regierungsrat Hans-Jürg Käser, ob er auch bei einer WM mithelfen würde», sagt Gasser. Er übernehme gerne das Patronat, habe Käser sofort geantwortet. Dessen spontane Zusage überrascht nur, wer nicht weiss, dass der beim Schloss in Aarwangen aufgewachsene Gasser seit 30 Jahren mit Käser befreundet ist.

Der Chef des sich im Aufbau befindlichen Organisatorenteams plant die Weltmeisterschaften auf der Basis von 24 teilnehmenden Klubmannschaften aus 12 Nationen. «Bestimmt dabei sein werden der erste Europameister ASK Lettland, die Kantonspolizei Bern als Vizemeister und die EM-Dritten Kapo Zürich. Aber auch Sicherheits-Teams aus traditionellen Eishockey-Nationen wie Kanada, USA, Deutschland, Österreich, Slowakei und den nordischen Ländern werden sich laut Gasser auf dem Eis mit Hockey-Stock und Spielwitz duellieren. Die Mannschaft der Kapo Bern zählt er übrigens zu den Favoriten: «Nach der Fusion von Stadtpolizei und Kantonspolizei verfügt Bern derzeit über ein ‹Bomben›-Team», weiss Gasser und greift als prominente Stütze Andy Keller heraus. Im Oberaargau ist Keller als ehemaliger Spieler von EHC Napf und SC Langenthal noch bestens bekannt. Zu den sportlichen Stationen des früheren Nati-Stürmers gehören aber auch Teams wie SCL Tigers Langnau, HC Lugano, Kloten Flyers und SC Bern.

Auch ein Einladungsturnier

Parallel zur «Polizei»-Weltmeisterschaft planen die Organisatoren noch ein Einladungsturnier für Nationalmannschaften. Laut Gasser hat die Internationale Eishockey-Föderation IIHF bereits schriftlich die für dessen Duchführung notwendige Zusage erteilt. So genannte IIHF-Exotenteams wie Neuseeland, Indien, Liechtenstein, Türkei, Armenien und Südafrika sollen dabei den Turniersieger ermitteln. Die Liste der teilnehmenden Nationen sei jedoch noch nicht ganz definitiv, ergänzt Gasser.

Keine öffentlichen Gelder

Die Organisatoren planen mit einem Budget von rund 400 000 Franken. «Obwohl Regierungspräsident Hans-Jürg Käser dabei ist, gibts keine Gelder der öffentlichen Hand», betont Gasser. Als «Finanzierer» hätten neben lokalen Betrieben aus der Region Lyss-Aarberg auch Unternehmen wie Skoda, Postfinance, Egger Bier und Alba-Versicherung ihr O.K. gegeben. Gasser: «Im Gegenzug bieten wir unseren Sponsoren Werbung, beispielsweise im Internet und in den Eisstadien.»

Die Homepage für die vom 21. bis 24. Februar 2011 stattfindende Weltmeisterschaft ist offen: www.hockey-wm-pmg.ch

Meistgesehen

Artboard 1