NOS-Schwingfest
Ämtler am NOS ohne Glück

Kein Glück für die Ämtler am NOS-Schwingfest: Urs Meier verpasste den Kranz und Remo Boss schied verletzt aus. Mit dem Schwingerkönig von 2001, Arnold Forrer, gab es einen Favoritensieger.

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Von Bruno Auf der Maur

Die 114. Auflage des Nordostschweizerischen Schwingertages (NOS) in Wilchingen endete mit einem Favoritensieg durch den Schwingerkönig 2001 Arnold Forrer. Bereits im Vorfeld des prestigeträchtigen Teilverbandsschwingfestes zählte Forrer zusammen mit dem Bündner Stefan Fausch, dem Innerschweizer Philipp Laimbacher und den beiden St. Gallern Daniel Bösch und Urban Götte zu den meistgenannten Siegesanwärtern. Vor 3400 Zuschauern gewann Forrer im Schlussgang gegen Götte in der achten Minute mit Ableeren übers Knie und Vervollständigen am Boden.

Damit konnte sich der 31-jährige Käsermeister nach 2001, 2002 und 2003 bereits zum vierten Mal als NOS-Sieger feiern lassen. Den Tagessieg musste sich der Toggenburger hart erarbeiten. Sein Finalgegner Urban Götte hatte nämlich nach fünf Siegen in Serie 0.75 Punkte Vorsprung, womit dem Eidgenössischen Kranzschwinger ein Unentschieden zum Sieg gereicht hätte. Forrer musste also die Initiative ergreifen und gewann schlussendlich, auch dank seiner guten konditionellen Verfassung, verdient.

Das berühmte «Vierteli» fehlte

Der Schwingklub am Albis wurde durch Urs Meier, Remo Boss und Roman Nägeli vertreten. Das Trio konnte sich nach dem guten Abschneiden am Zürcher Kantonalen in Knonau einige Chancen auf eine gute Platzierung ausrechnen, doch das Wettkampfglück stand ihnen diesmal nicht zur Seite. Urs Meier verzeichnete mit zwei Unentschieden keinen optimalen Start und handelte sich damit schon früh eine beträchtliche Hypothek ein. Anschliessend lief es dem Rifferswiler besser.

Mit drei Siegen arbeitete er sich wieder nach vorne, aber ein Remis im fünften Gang gegen David Fäh brachte eine Vorentscheidung. Obwohl Meier im letzten Kampf einen Plattwurf mit der Maximalnote buchte, fehlten ihm in der Endabrechnung 0,25 Punkte zum erhofften Kranzgewinn.

Noch grösseres Pech hatte der Knonauer Remo Boss. Im vierten Gang verletzte er sich gegen den starken Kranzschwinger Urs Abderhalden (Bruder des amtierenden Schwingerkönigs) am Knie. Damit war sein bis zu diesem Zeitpunkt guter Wettkampf nach je zwei Siegen und Niederlagen abrupt zu Ende. Ob es sich um eine schwerwiegende Verletzung handelt, die eine Wettkampfpause erfordert, war noch unklar. Der 22-jährige Roman Nägeli aus Mettmenstetten verpasste den Ausstich mit einem Sieg und drei Niederlagen knapp.

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