«Amoklauf am 20.11.2009»: Oftringer Polizei in Alarm-Bereitschaft

Schmierereien mit dem Inhalt «Amoklauf am 20.11.2009» an diversen Oftringer Schulhäusern sorgen seit Anfang Woche für Unruhe. Die Polizei ist in Bereitschaft und hat Vorkehrungen getroffen.

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Raphael Nadler

Unangenehme Post erhielten am Donnerstag rund 1300 Eltern aus Oftringen. Ihre Kinder überbrachten ihnen einen Brief mit der Überschrift «Amokdrohung für Freitag, 20.11.2009». Darin nimmt die Schulleitung Stellung zu den Vorkommnissen der letzten Tage.

Am vergangenen Wochenende sind die Oberstufenschulhäuser in Oftringen massiv besprayt und beschädigt worden. Grossflächig ist für heute Freitag, 20. November, ein Amoklauf angekündigt worden. «Gegen wen die Drohung gerichtet ist, wissen wir nicht», sagt Schulleiter Res Wirz auf Anfrage.

Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und verfolgt gewisse Spuren. «Für Freitag haben wir zusammen mit der Schule alle notwendigen Massnahmen und Vorkehrungen getroffen», sagt Bernhard Graser, Sprecher der Kantonspolizei Aargau.

Über die Art und Weise hüllt er sich aber verständlicherweise in Schweigen. Die Führungsverantwortlichen der Schule, der Gemeinderat und die Polizei nehmen die Drohung ernst. In enger Zusammenarbeit aller Instanzen und nach sorgfältiger Abwägung aller Aspekte haben Gemeinderat, Schulpflege und Schulleitung entschieden, dass der Unterricht weiter nach Stundenplan stattfindet.

Telefonische Hotline ist eingerichtet

Am Donnerstag hat die Schulverwaltung Oftringen eine telefonische Hotline eingerichtet, um Fragen der Eltern zu beantworten. Die Kantonspolizei in Zofingen nimmt unter 062 745 11 11 nach wie vor sachdienliche Hinweise zu den Schmierereien auf. Bereits im Juni dieses Jahres drohte in Oftringen ein 15-jähriger Real-Schüler im Internet einen Amoklauf auf die Schule im Oberfeld an. Der Jugendliche wurde aber vorzeitig verhaftet und war geständig.

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