Amokläufer spielte offenbar vor Tat Killerspiel «Far Cry 2»

Amokläufer spielte Killerspiel

Amokläufer spielte Killerspiel

Der Amokläufer von Winnenden soll am Abend vor der Tat noch das Killerspiel «Far Cry 2» gespielt haben. Dies habe die Untersuchung seines Computers ergeben, berichtete das Magazin «Der Spiegel» unter Berufung auf Ermittler.

Demnach habe der 17-Jährige am Dienstagabend um 19.30 Uhr das Spiel gestartet und um 21.40 Uhr seinen Computer abgeschaltet. In dem Online-Spiel "Far Cry 2" geht es darum, in einem fiktiven afrikanischen Land einen berüchtigten Waffenhändler auszuschalten.

Auch die Killerspiele "Counter-Strike" und "Tactical Ops" seien auf dem Rechner gefunden worden, berichtete "Der Spiegel" am Samstag (Vorabbericht). Polizei und Staatsanwaltschaft nahmen dazu zunächst nicht Stellung.

Der 17-Jährige hatte am Mittwoch in seiner früheren Schule im baden-württembergischen Winnenden und auf der Flucht vor der Polizei 15 Menschen erschossen. Nach offiziellen Angaben tötete er sich anschliessend selbst.

Bereits kurz nach der Tat hatte Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) verlauten lasse, der Amokläufer habe seine Tat im Internet angekündigt. Die Polizei dementierte dies später und teilte mit, es sei nicht geklärt, ob der Eintrag in einem Chatroom tatsächlich vom Täter stamme oder gefälscht sei.

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer will als Konsequenz aus dem Amoklauf über ein Verbot von Killerspielen und schärfere Waffengesetze beraten.

Widersprüchliche Aussagen gab es unterdessen darüber, ob der 17-Jährige in psychotherapeutischer Behandlung war.

Meistgesehen

Artboard 1