Am Grenzübergang soll der PW-Verkehr bald über die Car-Spur rollen

Die Stauproblematik am Grenzübergang Rheinfelden-Autobahn bleibt auch im fünften Sommer nach Eröffnung ungelöst. Werktags pressen sich zwischen 16 und 19 Uhr bis zu 4000 Fahrzeuge durch das Nadelöhr in Richtung Deutschland.

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Stau-Strategen mit neuer Idee

Stau-Strategen mit neuer Idee

Peter Rombach

Seit Jahren ärgern sich nicht nur Automobilisten über die Rückstaus auf Schweizer Seite – sowohl in Richtung Kaiseraugst über die beiden Kreisel hinweg als auch stadteinwärts Richtung Rheinfelden, wo die Warterei im Feierabendverkehr oft schon in Höhe Strandbad, aber spätestens im Bereich Augarten-Ost beginnt. Auch auf den Autobahnabfahrten von Basel und Frick her bilden sich zur abendlichen Rushhour oft lange Autoschlangen.

Die Kommunalpolitik weiss um die missliche Lage, doch liess sich trotz zahlreicher Gespräche auf Expertenebene bislang nichts Effektives erreichen, weil die deutschen Behörden zuständig sind. Dieser Tage kam allerdings frohe Botschaft aus dem Rathaus im badischen Rheinfelden.

Carspur in Spitzenzeiten genutzt

Dem Vernehmen nach konnten sich Freiburger Regierungspräsidium und Zollverwaltung einigen, zumindest die vorhandene Carspur in Spitzenzeiten auch für Pw freizugeben. Wie es hiess, werde der Zoll das zusätzlich erforderliche Personal bereitstellen. Allerdings: Aktuelle Beobachtungen ergaben, dass seit Monaten nur noch sporadisch bei der Einreise kontrolliert wird, was in der Tat zu einer Beschleunigung des Verkehrsflusses führt. Ob bei Grossandrang im Berufs- wie im Reiseverkehr nicht schon kurzfristig die zweite Spur neben der bisherigen befahren werden könnte, indem die Leitkegel beseitigt werden, bleibt momentan unklar.

Mit der Neuregelung wird spätestens im Oktober gerechnet, weil es gilt, so genannte Wechselschilder zu installieren, die sich dann je nach Situation von Zollbeamten per Fernbedienung bewegen lassen.

Autobahn bald vierspurig

Die Gemeinschaftszollanlage im Westen beider Rheinfelden bleibt eine Art Verkehrsknoten. Das neue Teilstück der deutschen Hochrheinautobahn A98 zwischen Rheinfelden und Lörrach ist aber bald vierspurig ausgebaut. Dass dadurch künftig mehr Verkehr durch diese Region fliesst, vor allem weil viele den Engpass Basel meiden möchten, daran lassen die Experten keinen Zweifel. Und diese Befürchtungen existieren auch in beiden Rheinfelden.

Das Strassenbauamt rechnet mit einer Verkehrsfreigabe «noch in diesem Jahr», denn die letzten Bauarbeiten an drei neuen Brücken sind voll im Gange. Auf Teilstrecken müssen ferner noch Leitplanken und Verkehrszeichen installiert werden und Teerkolonnen ihre Feinarbeit erledigen. Ausserdem gilt es, lärmmindernde Übergänge vom Strassen- zum Brückenbelag zu installieren.

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