Oeschenbach

Am Dorffest werden Erinnerungen wach

Festbeleuchtung: Am Wochenende feiert Oeschenbach Jubiläum und Zusammenhalt.

Oeschenbach

Festbeleuchtung: Am Wochenende feiert Oeschenbach Jubiläum und Zusammenhalt.

Am Wochenende findet in Oeschenbach ein grosses Dorffest statt. Dafür gibt es zwei gute Gründe: Vor 20 Jahren fand das Rohbaufest für die Mehrzweckhalle statt, und die Vereine wollen das Zusammengehörigkeitsgefühl von Bevölkerung und Vereinen fördern.

Irmgard Bayard

«Einen Höhepunkt im Programm? Eigentlich gibt es an jedem Tag Attraktionen», sagt Heinz Lanz auf die entsprechende Frage. Er ist OK-Präsident des dreitätigen Dorffestes, welches die Oeschenbacher Vereine für das Wochenende auf die Beine stellen.

Das letzte Mal, als die Oeschenbacher etwas Ähnliches organisierten, war 2004 das Oberaargauische Schwingfest. Seit rund anderthalb Jahren wird nun das Dorffest vorbereitet, «teilweise mit denselben Leuten wie vor fünf Jahren», so Lanz. Damit könne man auf Bewährtes zurückgreifen, aber auch neue Ideen einbringen. «Wichtig ist, dass aus jedem Verein jemand im OK ist.» Dabei spiele es keine Rolle, dass nicht alle davon im Dorf leben. «In unseren Vereinen machen oft ehemalige Oeschenbacher mit, die heute nicht mehr im Ort wohnen, aber noch damit verbunden sind», erklärt Lanz. Er glaubt auch, dass das Festwochenende einige Heimweh-Oeschenbacher anlocken wird.

Bau kostete 3,333 Millionen

Sicher werden viele dabei sein, die bereits vor 20 Jahren den Bau der Mehrzweckhalle miterlebt haben. Das Rohbaufest dieses «Jahrhundertbauprojekts», wie es damals genannt wurde, fand am Wochenende vom 28. bis 30. April 1989 statt. Wie Baukommissionspräsident Hans-Ulrich Schneider damals am Donnerstag vor dem Fest gegenüber der Presse erklärte, seien «die bisherigen Arbeiten in Rekordzeit erledigt worden.» Tatsächlich war der Rohbau Anfang Dezember 1988, neun Monate nach dem Spatenstich, komplett erstellt.

«Mit dem Bau dieser Mehrzweckanlage wollen wir die Gemeinde Oeschenbach attaktiver machen», war Schneiders Hoffnung. Unerfüllt blieb der Wunsch, mehr Bewohner anzulocken. Die Einwohnerzahl hat sich von damals 300 auf heute 273 verringert. Und auch die Zahl der Vereine ist nur leicht gestiegen. Aber die damalige Gemeindeschreiberin Margrith Sommer erwähnte noch einen weiteren Punkt: «Wir wollen unseren Schulkindern die gleichen Voraussetzungen bieten, wie sie Kinder in grossen Gemeinden antreffen.» Dafür investierten die Oeschenbacher 3,333 Millionen Franken. Dank den 200 Schutzplätzen im Untergeschoss konnten daran rund 1,5 Millionen Franken an Subventionen abgeholt werden.

Vielseitiges Programm

Zurück in die Gegenwart: Am Freitag geht es um 20 Uhr mit der Festwirtschaft los, ab 21 Uhr gibt es Tanz und Unterhaltung mit «Vierstern Ämmitaler». Diese verbreiten nach eigenen Aussagen «Stimmung von AC-DC bis Zinsli». «Dieser Teil des Festes spricht eher die jüngeren Besucher an», vermutet Lanz. Der Samstag wird urchig, der Volksmusikabend vorwiegend ältere Semester anlocken.

«Das Programm am Sonntag haben wir so gestaltet, dass für die ganze Familie etwas dabei ist», sagt der OK-Präsident. Mit dem Streichelzoo, vielen Kinderattraktionen und dem Alpabzug am Nachmittag ist das Angebot vielseitig. «Beim Alpabzug werden neben rund 60 Kühen auch Pferde, Ziegen und Hunde zu sehen sein.» Als Gäste zeigen die Freunde alter Landmaschinen während des ganzen Tages Oldtimertraktoren. Man hofft zwar, mit dem Fest die Vereinskassen zu nähren, «in erster Linie wollen wir aber den Zusammenhalt von Vereinen und der Bevölkerung stärken».

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