Am Bügel auf die Passhöhe

Slow-up Emmental in Muehleweg, Gemeinde Walterswil. © Armin Leuenberger

Am Bügel auf die Passhöhe

Slow-up Emmental in Muehleweg, Gemeinde Walterswil. © Armin Leuenberger

Wie im Vorjahr waren auch gestern wieder rund 30 000 Leute beim 5. Slow-up Emmental-Oberaargau unterwegs. Vom eleganten Flyer via Bike und Rennrad bis hin zum Ordonnanzgöppel war alles vertreten, was irgendwie Räder hatte.

Armin Leuenberger

Die 5. Austragung des Slow-up Emmental-Oberaargau profitierte wie im Vorjahr von ausgezeichneten Bedingungen. Das war auch der Grund dafür, dass die Rekordteilnehmerzahl von 30000 aus dem Vorjahr in diesem Jahr wiederum erreicht wurde. OK-Präsident Konrad Gerster stellte den Gästen Regierungsrätin Beatrice Simon (BDP) mit den Worten vor, wie sie diese anlässlich ihrer Wahlfeier im Frühjahr verwendet hat: «Zwar nicht pflegeleicht, aber gut geerdet».

Damit verfüge sie über das nahezu perfekte Slow-up-Profil: aktive Individualistin mit einem vernünftigen Naturgefühl und Freude an gemütlicher Gesellschaft. Vor der Eröffnung wurde bekannt, dass Gerster nach fünf Solw-ups ernsthafte Rücktrittsabsichten hege. Er übergab der Regierungsrätin und ihrem Gatten je ein Poloshirt und Helm. In der Folge absolvierten beide die grosse Slow-up-Schleife per Flyer.

Genialer Flyer-Lift

Die coolste Idee des Tages stammte ebenfalls von Flyer-Hersteller Biketec in Huttwil. Marketingchef Simon Brülisauer brachte eine Anzahl Skiliftbügel aus dem Engadin mit, um im Aufstieg nach Mühleweg die Skater auf dem steilsten Schlussstück mit dem Elektrorad hochziehen zu lassen.

Einige sportliche Jugendliche zogen bereits leicht am Limit fahrende Teilnehmerinnen und Teilnehmer die letzten paar hundert Meter durch den Wald zur «Passhöhe». «Eine Augenweide, zuzusehen, wie den Mitbewerbern hier die Akkus bereits ausgehen», schmunzelte Flyer-Boss Kurt Schär am Strassenrand.

Dank Elektro-Spezialrad dabei

Interessant ist, wie verschieden die Motive sind, um am letzten der insgesamt sechzehn Slow-ups in diesem Jahr teilzunehmen. Da waren auch Menschen mit Behinderungen dabei, so auch Kerane aus Willisau. Götti Daniel mit Gattin Monika Kummer aus Ins waren mit ihm dank der Unterstützung durch Prokap Andiamo mit einem Elektro-Spezialrad auf der grossen Schlaufe unterwegs.

Lautstark unterstützt durch den einheimischen DJ Ref erreichte mancher den Kulminationspunkt Mühleweg etwas leichter. Janick Ingold und Nick Käser aus Weier haben bis heute keinen Slow-up verpasst. Sie sind jedes Jahr mit einem anderen, selber konstruierten Spezialgefährt unterwegs.

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