KMU Swiss Podium in Baden

Als KMU lässt sich viel bewegen

Podiumsteilnehmer (v. l.) Armin Baumann (KMU Swiss AG), Werner Haderer  (Wisa Gloria AG), Sandra Stella Triebl (Ladies Drive), Moderator Franz A. Zölch,  Peter Jakob (Jakob AG), und Thomas Binggeli (Thömus Veloshop).

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Podiumsteilnehmer (v. l.) Armin Baumann (KMU Swiss AG), Werner Haderer (Wisa Gloria AG), Sandra Stella Triebl (Ladies Drive), Moderator Franz A. Zölch, Peter Jakob (Jakob AG), und Thomas Binggeli (Thömus Veloshop).

Ansporn eines Unternehmers sind Widerstände und besondere Herausforderungen, denen mit Leidenschaft und Durchhaltewillen begegnet wird. So hörte man es am ersten KMU Swiss Podium.

Einblicke in die Lebenswege von vier innovativen Unternehmerpersönlichkeiten ermöglichte das erste KMU Swiss Podium. Es führte über 160 Teilnehmende ins BBBaden. Nach einer kurzen Begrüssung durch den Initiant Armin Baumann übernahm Franz A. Zölch die Moderation.

Die Frau entscheidet

In einer Männerdomäne zu Hause ist Sandra Stella Triebl mit ihrem Produkt «Ladies Drive», einer Zeitschrift für Frauen, mit Themen wie Pferdestärken und Hubraumgrössen. Die Zeitschrift entstand aus den Erkenntnissen, dass Kaufentscheide von Frauen getroffen werden, dass Frauen anders investieren und hier ein Wachstumsmarkt vorhanden ist, der nicht genutzt wird. Ohne Businessplan und mit einer Portion Naivität sei sie das Projekt angegangen, habe dabei ihre Netzwerke genutzt und reüssierte.

Jugenderinnerungen führten Werner Haderer dazu die Produktion von Wisa-Gloria wieder aufleben zu lassen. In seinem Schlosserbetrieb stellte er schon früher Spielzeug her. Momentan kämpft er mit grossen Vertreibern, die sich weigern Spielzeug, das in allen Teilen «Swissmade» ist, in ihr Sortiment aufzunehmen. Doch er versucht Widerstände zu überwinden, indem er Zwischenmärkte ausfindig macht und beliefert.

Immer wieder Widerstände

Das Velo öffnete Thomas Binggeli, der Inhaber von Thömus Veloshop, mit sechs Jahren die Welt, denn wollte er von Oberried (BE) weg, brauchte er ein Fahrzeug. Seine Vision, nur das Beste für diesen Erlebnisbereich zu bauen, war sein Antrieb. Als er von Schweizer Zulieferern boykottiert wird, bereist er Asien und die USA. Er besinnt sich auf die Grundwerte seiner Firma, ihrem Leitsatz «Be part of the family» und lädt die Verantwortlichen dieser Firmen in die Schweiz ein. Heute sind aus Geschäftsbeziehungen Freundschaften entstanden.

Peter Jakob übernahm nach dem frühen Tod des Vaters die Firma in Trubschachen und führte sie mit neuen Ideen und Produkten zum Erfolg. Aus der Hanfseilfabrik ist ein modernes gesundes Unternehmen mit Schwesterhaus in Vietnam entstanden. Hinter seinem Tun stand weniger eine Strategie, sondern der feste Wille zu überleben. Die vernünftige Angst vor dem Scheitern, das Verändern wollen waren seine Triebfedern. Genauso fasziniert ihn als Präsident der SCL Tigers, die, im Gegensatz zu seiner Firma, finanziell miserabel dastehen, die Aufgabe, das Unmögliche möglich zu machen. Darin steckt für ihn der Kick.

Die vier waren sich einig, dass hinter jedem Unternehmer ein Mensch stecke, der mit Leidenschaft zu seinem Produkt stehe. Ein Mensch, der an seine Idee glaubt und mit Durchhaltwille und Mut Lösungen sucht, die nicht im Lehrbuch stehen. Die vier Unternehmer beeindruckten durch ihre Geschichten, führten dem Publikum aber auch vor, dass sich als KMU viel bewegen lässt. (ssl)

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