Alle wollen in «VoltaWest» wohnen

Die Grossbaustelle zwischen Voltaplatz und Bahnhof St. Johann neigt sich dem Ende zu. Die erste Tranche von neuen Wohnungen ist auf dem Markt sehr gefragt.

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bz Basellandschaftliche Zeitung

Rolf Zenklusen

Die umfangreichen, jahrelangen Bauarbeiten zwischen dem Bahnhof St. Johann und dem Voltaplatz gehen ihrem Ende entgegen. Vor allem rund um den Bahnhof St. Johann sind zahlreiche neue Wohnungen entstanden oder am Entstehen. In einem Teil der Überbauung «VoltaWest», die durch ihre markanten kleinen und roten Ziegel auffällt, sind die ersten Mieter bereits eingezogen. «Der Block an der St. Louis-Strasse vis-à-vis dem Bahnhof St. Johann ist bezugsbereit», sagt Raymond Wenk, zuständig für die Vermietung bei der Firma Schäppi Grundstücke.

Von einer Krise spüre er nichts. Am ersten Besichtigungstag seien 130 Interessierte gekommen. «Mehr als die Hälfte der insgesamt 130 Wohnungen sind inzwischen vermietet», sagt Wenk. Bei den Wohnungen mit 2,5 Zimmern sei nur noch eine frei. Die Leute, die im «VoltaWest» - entworfen vom Basler Büro Degelo Architekten - wohnen möchten, seien fasziniert vom schönen Bau, von den verschiedenen Grundrissen und von der Nähe zum öffentlichen Verkehr und den Einkaufsmöglichkeiten.

Auch die Geschäftsräume im Erdgeschoss sind gemäss Wenk sehr gefragt. Bereits haben ein Treuhandbüro, ein Coiffeur, eine Informatikfirma und eine Kindergrippe zugesagt; zwei Geschäfte sind noch zu haben.

Auf der anderen Seite der Tramlinie 1 wird am Wohn- und Geschäftshaus «VoltaCenter» eifrig gearbeitet. Das Basler Architekturbüro Buchner Bründler hat den modernen Bau, der von viel Glas geprägt ist, unter dem Namen «Caprice des Dieux» entworfen. Bereits im Oktober will der Grossverteiler Coop dort eine Filiale eröffnen. Die 74 Wohnungen im mittleren bis oberen Preissegment werden ab März/April 2010 bezugsbereit sein.

Sobald Ende September die erste Musterwohnung bereit ist, startet die Immobilienfirma Privera AG mit der Vermietung. Doris Mundschin, Immobilienbewirtschafterin bei der Firma Privera AG, rechnet mit einer grossen Nachfrage. «Wohnungen an dieser Lage sind gesucht.» Auch die Geschäftsräume seien bereits zu über 80 Prozent vermietet, fährt Mundschin fort.

Weiter in Richtung Voltaplatz wird derzeit die Überbauung «Volta Mitte» mit 92 Wohnungen und neun Geschäftslokalen hochgezogen. Spätestens im Sommer 2010 soll das neue Haus stehen. Einige der Bewohner blicken künftig über die Elsässerstrasse hinaus zur neuen Volta-Matte.

Dort will die Stadtgärtnerei eine sehr grosse Rasenfläche und einen Spiel- und Aufenthaltsbereich für Kinder bauen, abgeschirmt von neuen Bäumen. Baubeginn ist frühestens nächstes Jahr, das Vorprojekt braucht noch die Zustimmung des Grossen Rats.

Freude über Entwicklung

In eine Grossbaustelle verwandelt wurde die Gasstrasse. Sie wird bis Ende Jahr von Trottoirs und Bäumen gesäumt sein. Vom Voltaplatz her kann sie nicht mehr befahren werden, weil dort ein Platz in mediterranem Stil entsteht.

«Wir freuen uns über die positive Entwicklung im Gebiet Volta», sagt Isabelle Rihm, Sprecherin des Baudepartements. Der Kanton habe sich dafür eingesetzt, dass die Infrastruktur zum richtigen Zeitpunkt bereitgestellt wurde. «Bei einem derart grossen Projekt ist es wichtig, dass die einzelnen Puzzleteile gut ineinander greifen.»

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