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AKW Leibstadt wieder am Netz

Das Atomkraftwerk Leibstadt im Kanton Aargau ist nach einer knapp sieben Wochen dauernden Jahresrevision seit Donnerstag wieder am Netz.

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Atomkraftwerk Leibstadt

Atomkraftwerk Leibstadt

Aargauer Zeitung

Nach 25 Betriebsjahren wurden drei Niederdruck-Turbinen ausgewechselt. Sie erhöhen den Wirkungsgrad der Anlage. Bei der Revision seien 126 der insgesamt 648 Brennelemente ausgewechselt worden, die Kernkraftwerk Leibstadt AG (KKL) am Freitag mitteilte.

Die neuen Niederdruck-Turbinen steigern den Wirkungsgrad der Gesamtanlage. Die elektrische Leistung erhöht sich gemäss KKL um voraussichtlich mehr als 25 Megawatt (MW). Die Investitionen betragen 56 Millionen Franken.

Zwischenfall bei Revision
Bei den Arbeiten war es Ende August im Transferbecken für Brennelemente zu einem Zwischenfall gekommen. Ein Taucher war einer überhöhten Strahlendosis an der rechten Hand ausgesetzt.

Die ärztlichen Untersuchungen ergaben, dass der Mitarbeiter keine gesundheitlichen Folgen zu erwarten hat, wie die KKL festhält.

Die Auswertung der vom Taucher getragenen Dosimeter zeigte, dass der gemäss Strahlenschutzverordnung für Hände geltende Dosisgrenzwert an den Fingern um rund den Faktor 2 überschritten wurde, wie das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) am Freitag mitteilte.

Bei Dosen in diesem Bereich seien keine bleibenden gesundheitlichen Folgen zu erwarten. Das ENSI überwache die noch laufende Ermittlung der effektiven Dosis des Mitarbeiters und untersuche den Vorkommnisablauf und dessen Ursachen.

Die Aufsichtsbehörde des Bundes stufte das Vorkommnis auf der siebenstufigen internationalen Ereignisskala INES provisorisch auf Stufe 2 ein. (muv)