AEW
AEW warnt vor Werbefahrt als "Stromkunde des Jahres"

Im Kanton Aargau kursieren Ehrenurkunden zum "Stromkunde des Jahres" mit unseriösen Gewinnversprechungen. Jetzt wehrt sich die AEW Energie AG - und warnt.

Drucken
Teilen

«Alle 5 Jahre kann ich einen ganz besonderen Brief versenden» heisst es in der Einladung zum Brief, «denn ich kann darin die Person ehren, die als "Stromkunde des Jahres" und Gewinner des Ehren-Preises im Wert von Sfr. 1'100, der alle fünf Jahre von uns an die Endverbraucher aus Ihrem Kanton überreicht wird, ausgewählt wurde.»
Nachdem versichert wird, dass die Gewinnerliste unter «notarieller Aufsicht» zusammengestellt und «verschiedene Abteilungen unseres Hauses» die endgültige Liste geprüft worden sei, steht «jetzt definitiv Ihr Name ganz oben!»

Alles, was man jetzt noch machen müsse, sei den beiliegende Talon auszufüllen und zu retournieren. In Aussicht gestellt wird ein «wundervoller Tagesausflug zum Vierwaldstättersee» - inklusive Schlager-Express, der mit neuesten Hits und altbekannten Evergreens für gute Stimmung sorge; im Bild zur «tollen Stimmungsmusik» wird dann mit Roberto Blanco geworben und mit Rex Gildo. Der Tag selber, so wird in Aussicht gestellt, sei «voller Höhepunkte»: gemütliche und unterhaltsame Fahrt im Reisecar, Begrüssungscocktail, Sommereröffnungsfahrt auf dem einzigartigen Privatschiff, kostenloses, ausgiebiges und reichhaltiges Mittagessen, Unterhaltungsprogramm und Sponsorenvorstellung, Übergabe der Preise an die Gewinner - und ein hochwertiges Andenken an den Tag für jeden Gast (Gesichtspflegeset für die Damen, Taschenlampen-Set für die Herren, energiesparender Kompaktstaubsauger mit 800 Watt Saugleistung für alle Ehepaare).

Jetzt warnt die AEW Energie AG ihre Kunden vor «solchen unlauteren Aktionen» und distanziert sich von ihnen. AEW rät ihren Kunden, den Brief zu vernichten und sich von derartigen Werbeveranstaltungen fernzuhalten. Dass es sich um eine Werbefahrt handelt, ist offensichtlich - auch wenn der Verkaufsteil mit «Sponsorenvorstellung» getarnt wird.

Über diese Veranstaltungen hat unlängst auch schon der K-Tipp gewarnt. (rkr)

Aktuelle Nachrichten