Strom

AEW macht jetzt Stromrechnung

Der Vertrag ist unter Dach und Fach: Delegationen der AEW Energie AG mit dem Geschäftsleitungsvorsitzenden Peter Bühler (Dritter von rechts) und der Gemeinde Oeschgen mit Gemeindeammann Ursula Schnetzler (Mitte) vor dem Gemeindehaus. (chr)

AEW Energie AG

Der Vertrag ist unter Dach und Fach: Delegationen der AEW Energie AG mit dem Geschäftsleitungsvorsitzenden Peter Bühler (Dritter von rechts) und der Gemeinde Oeschgen mit Gemeindeammann Ursula Schnetzler (Mitte) vor dem Gemeindehaus. (chr)

Künftig sorgt in Oschgen die AEW Energie AG für die Stromversorgung. Per 1. Oktober ist die Elektra ans Kantonswerk verkauft worden.

Der Vorsitzende der Geschäftsleitung der AEW Energie AG, Peter Bühler, brachte es an der Vertragsunterzeichnung im Gemeindehaus von Oeschgen auf den Punkt: «Die Öffnung des Strommarktes nutzen diverse Gemeinden für eine Standortbestimmung. Es gab daher schon gewisse Bewegungen in der Stromlandschaft Aargau. Man kann zwar nicht gerade von einem Sturm sprechen, aber manche Gemeinden haben entschieden, mit der AEW Energie AG ins Geschäft zu kommen. So auch der Gemeinderat Oeschgen. Wir haben hier einen fairen Prozess der Entscheidungsfindung erlebt, und wir sind selbstverständlich daran interessiert, solche kommunalen Versorgungen machen zu dürfen. Es betrifft ja unser Kerngeschäft, das wir seit Jahrzehnten pflegen. Deshalb ist es für mich und meine Kollegen von der AEW Energie AG eine grosse Freude, einen solchen Vertrag unterzeichnen zu dürfen. Inzwischen zählen gegen 80 Gemeinden im Aargau zu unseren Kunden, wobei sich der Schwerpunkt unseres Netzgebiets im Fricktal befindet.»

«Gute Zusammenarbeit»

Gemeindeammann Ursula Schnetzler betonte an der Unterzeichnung des Vertrags, dass mit der AEW Energie AG stets gute Gespräche während den Vertragsverhandlungen stattgefunden hätten: «Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.» Der für die kommunale Elektra/Stromversorgung zuständige Oeschger Gemeinderat Urs Lauber doppelte nach: «Wir zweifeln nicht daran, dass wir mit der AEW Energie AG eine gute Partnerschaft eingehen, denn die AEW AG ist Player in der Region und konnte uns ein gutes Angebot unterbreiten.»

Der Vertragsunterzeichnung zwischen dem Gemeinderat und der AEW Energie AG ging die Zustimmung der Gemeindeversammlung zum Verkauf der Elektra voraus. Am 12. Juni dieses Jahres hiess der Souverän den entsprechenden gemeinderätlichen Antrag gut und sagte ja zum Verkauf des Eigenwirtschaftsbetriebs Elektra zum Preis von 1,8 Millionen Franken an die AEW Energie AG per 1. Oktober 2009.

Die Gemeinde hat sich so entschieden, nachdem sich gezeigt hat, dass die Elektra in Zukunft vor grösseren Herausforderungen infrastruktureller und auch finanzieller Art stehen würde. Zwar wurde in den letzten Jahren für die Elektraversorgung regelmässig ein Gewinn in der Grössenordung von 100 000 Franken ausgewiesen, und das aktuelle Vermögen beläuft sich auf rund eine Million Franken. Doch wurden bisher weder Abschreibungen der Netzinfrastruktur getätigt noch Rückstellungen für künftige Investitionen vorgenommen.

Durch die mit dem neuen Stromversorgungsgesetz zu berücksichtigenden neuen betriebswirtschaftlichen Vorgaben wäre der Jahresgewinn auf rund 15 000 Franken geschrumpft.

Geprüft wurde eine Kooperation mit Energiedienst (ED) in Laufenburg und der Verkauf der Elektra. Es wurde der Verkauf bevorzugt und sowohl die Angebote der AEW Energie AG als auch von ED Laufenburg geprüft. Das Kantonswerk erhielt schliesslich den Zuschlag, obwohl beide Unternehmen den selben Preis (1,8 Millionen Franken) geboten hatten. Aufgrund anderer Bewertungskriterien erwies sich nach Angaben des Oeschger Gemeinderats jedoch die Offerte der AEW Energie AG als die bessere, zumal das AEW seit vielen Jahren ein zuverlässiger Partner der Elektra ist. (chr)

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