Achtlings-Mutter verteidigt sich - Babys bleiben im Spital

Mutter der Achtlinge im TV-Interview

Mutter der Achtlinge im TV-Interview

Die Kalifornierin Nadya Suleman wehrt sich gegen die wachsende Kritik an ihrer Achtlings-Geburt: In ihrem ersten Interview mit dem TV-Sender NBC wies sie Vorwürfe zurück, ihre künstliche Befruchtung sei unverantwortlich gewesen.

Sie habe sich sechs Embryonen einpflanzen lassen, sagte Suleman, zwei von ihnen hätten sich zu Zwillingen entwickelt. Eine Abtreibung einzelner Föten sei für sie nicht infrage gekommen.

Zehn Tage nach der spektakulären Geburt der Achtlinge wurde die 33-jährige Frau am Donnerstag aus dem Spital in Bellflower entlassen. Die sechs Jungen und zwei Mädchen, die in der 30. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt entbunden worden waren, müssen noch mehrere Wochen in ärztlicher Obhut bleiben.

Die spektakuläre Geburt hat in den USA öffentliche Kritik unter anderem bei Medizinern ausgelöst, vor allem weil Suleman bereits alleinerziehende Mutter von sechs weiteren Kindern im Alter zwischen zwei und sieben Jahren ist. Ihr sei das Risiko bewusst gewesen, meinte Suleman. Künstliche Befruchtungen seien halt immer ein "Glücksspiel".

Sieben Jahre habe sie vergeblich versucht, Kinder zu bekommen, berichtete die Mutter NBC. Sie sei als Einzelkind aufgewachsen und habe sich schon immer eine grosse Familie gewünscht. Sie versicherte, dass sie den Kindern eine gute Mutter sein werde. Die unverheiratete Frau lebt bei ihren Eltern.

Suleman hat nach US-Medienberichten bereits lukrative Angebote für eine Exklusiv-Geschichte erhalten. Über eine mögliche Bezahlung für das NBC-Interview machte Sulemans Sprecher Michael Furtney keine Angaben. "Das betrifft nur sie und NBC", sagte er der "Los Angeles Times". Dem Sender zufolge ist kein Geld im Spiel.

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