Gewalt

Acht Tote bei Amoklauf in chinesischem Kindergarten

Verzweifelte Angehörige nach dem tödlichen Angriff

Verzweifelte Angehörige nach dem tödlichen Angriff

Bei einem erneuten Amoklauf in einem Kindergarten im Norden Chinas sind sieben Kinder und eine Kindergärtnerin erstochen worden. Elf weitere Kinder und ein Erwachsener wurden verletzt.

Zwei Kinder wurden schwer verletzt. Die blutige Attacke ereignete sich in dem Dorf Linchang im Kreis Nanzheng in der Provinz Shaanxi. Nach der Tat brachte sich der Angreifer mit einem Messer selber um.

Er sei ein Nachbar des Kindergartens gewesen. "Er hatte psychische Probleme", sagte die Sprecherin. Die getöteten Kinder seien zwischen vier und sechs Jahre alt gewesen.

Der blutige Zwischenfall passierte um 8.00 Uhr früh Ortszeit, als die Kinder gerade in den Kindergarten gekommen waren. Es war bereits der sechste derartige Angriff auf Kinder in nur zwei Monaten.

Obwohl die Behörden seitdem die Sicherheitsvorkehrungen verschärften, konnten sie die neuerliche Attacke nicht verhindern. "Experten machen den Druck durch die moderne Gesellschaft für die Angriffsserie verantwortlich", schrieb die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Experten zufolge stieg in China in den vergangenen Jahren die Zahl gewalttätiger Ausbrüche drastisch an. Viele sehen einen Zusammenhang mit dem rasanten Aufstieg der Volksrepublik von einem planwirtschaftlich organisierten Land zu einer wirtschaftlichen Weltmacht und dem damit verbundenen Stress für die Menschen.

Einer im vergangenen Jahr veröffentlichten Studie zufolge leiden zudem rund 173 Millionen Chinesen an psychischen Störungen, mehr als 90 Prozent von ihnen lassen sich aber nicht behandeln.

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