Zoo Zürich

Abwechslung und Anregungen für Tiere im Zürcher Zoo

Amurtiger Coto wird in Zürich gefördert

Amurtiger Coto wird in Zürich gefördert

Mit ausgeklügelten Methoden fördert der Zoo Zürich die natürlichen Verhaltensweisen der Tiere und damit ihr Wohlbefinden. Verhaltensbiologin Cordula Galeffi zeigte Beispiele bei Tigern, Arabischen Oryx und Orang-Utans.

In leichtem Lauf betritt Amurtiger Coto die "Bühne". Er wittert kurz und marschiert dann zielstrebig auf einen Baum zu. Oben im Geäst haben die Tierpfleger riesige Fleischbrocken befestigt. Ohne zu Zögern erklimmt Coto den Stamm und schnappt sich einen Brocken. Der gibt aber nicht nach. Mit seinem ganzen Gewicht hängt sich der Tigermann daran. Er zerrt und zerrt, bis sich ein Happen löst.

Vor der Scheibe drängt sich das Publikum. Nicht alle Tage betätigen sich die Tiger so aktiv. Galeffi möchte die Attraktion aber nur sparsam einsetzen, ein-, zweimal im Monat, wie sie sagt. Die Tiger sollen sich nicht daran gewöhnen. Wichtig sei, das Publikum jeweils vorab zu informieren.

Die "Baumfütterung" im Zoo ersetzt das Jagen in der Wildnis. Mit dem Erklimmen des Baumstamms würden die gleichen Muskeln trainiert, wie beim Anschleichen und Springen auf die Beute, erklärt Galeffi.

Die Verhaltensanreicherung ist an sich nichts Neues. Der Zoo Zürich will sie aber gezielt fördern und wissenschaftlich absichern, wie Zoo-Direktor Alex Rübel sagte. Sie ist wichtig, da auch die beste und artgerechteste Zoo-Anlage niemals den Lebensraum in der Freiheit ersetzen kann.

Eigens für "Verhaltensanreicherung und tierische Edukation" hat der Zoo deshalb kürzlich eine Kuratorenstelle geschaffen und Galeffi eingestellt.

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