Laufenburg

Abwärtsspirale aktiv stoppen

Malerisch:In der Altstadt von Laufenburg wird für einige Häuser nach neuen Besitzern gesucht.

Laufenburg

Malerisch:In der Altstadt von Laufenburg wird für einige Häuser nach neuen Besitzern gesucht.

Der Schönheit der Laufenburger Altstadt steht eine Reihe leerstehende Häuser gegenüber. «Das Glas ist halb voll und nicht halb leer», sieht Rudolf Lüscher positiv in die Zukunft.

Susanne Hörth

Die Altstadt von Laufenburg ist ein optisches Highlight. Gleichwohl stehen viele Gebäude zum Verkauf. Andere Häuser wirken verwahrlost. Wo sieht die Stadtbehörde mögliche Ursachen? Darauf Stadtammann Rudolf Lüscher: «Im gesamthaft schönen Ambiente unserer Altstadt treten die sanierungsbedüftigen Liegenschaften oder leerstehenden Ladenlokale besonders hervor. Wir werden oft, auch von Touristen, auf diese störenden Objekte angesprochen.» Lüscher nennt zwei Gründe für dieses unerfreuliche Bild. So der Strukturwandel der Altstädte: Der Detailhandel lieferte auch in Laufenburg während einer bis zweier Generationen die wirtschaftliche Basis für viele Häuser. Durch die veränderten Einkaufsgewohnheiten sei dies weggefallen. Es folgten neue Nutzungen, diese brachten aber meist nicht die erhoffte Wertschöpfung. Zuletzt blieben auch diese aus. Die Überführung zu mehr Wohnraum kann helfen, ist der Stadtammann überzeugt. «Bei den Liegenschaften und Wohnungen gibt es einige, die in den letzten 40 bis 50 Jahren durch ihre Besitzer überhaupt nicht mehr unterhalten wurden und darum heute leer stehen. Diese Abwärtsspirale gilt es zu durchbrechen.»

Totgesagtes Quartier belebt

Lüscher betont, dass sich der Stadtrat stark für die Altstadt einsetzt, und berichtet Erfreuliches. So seien die Liegenschaften entlang dem Rhein voll belegt. Konsequent seien die Gemeindeliegenschaften in den letzten Jahren saniert und vermietet worden. Weiter sei auch die Stadtmauerzeile im Hinteren Wasen durch die Gemeinde gekauft und mit der Auflage zur Sanierung weiterverkauft worden. «Dies hat gut funktioniert. Heute ist dieser totgesagte Abschnitt belebt.»

Eine Kommission setzt sich in Laufenburg für den Erhalt des schönen Ortsbildes ein. Bietet die Stadt finanzielle Unterstützung bei Sanierungen? «Ein für Laufenburg geschaffener Leitfaden unterstützt die Bauherrschaft für das Bauen in der Altstadt. Der Leitfaden wird in Kürze veröffentlicht werden. Weiter gibt die Stadt finanzielle Beiträge für die Sanierungen», so Lüscher und er führt weiter an, dass im letzten Jahr 13 Sanierungen durchgeführt worden sind. Die Bauherren konnten dabei von den Beiträgen profitieren.

Ein stetes Thema

Einschreiten muss die Stadtbehörde, wenn durch baufällige Häuser der öffentliche Raum gefährdet wird. Auch bei Gesprächen mit den Altstadtbewohnern seien die leerstehenden oder sanierungsbedürftigen Gebäude stets ein Thema. In Bezug auf die Vermarktung meint Lüscher: «Es gab schon viele Marketingkonzepte. Die Wirkung ist weitgehend ausgeblieben. Erfolgreich ist die Entwicklung von Laufenburg als Tourismus- und Kulturort. Es gibt keine Patentrezepte für die Altstadt. Wichtig ist für uns der Austausch mit anderen, zum Beispiel mit unserer deutschen Schwesterstadt.

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