"Marius Borg Høiby wird keine eigenen offiziellen Aufgaben für das Königshaus übernehmen", teilte das norwegische Königshaus am Donnerstag mit. Bei familiären Anlässen werde er natürlich dabei sein.

"Aufgrund von Marius Borg Høibys Wunsch, ein Leben ausserhalb der Öffentlichkeit zu leben, wird er künftig keine eigenen Seiten mehr im Internetauftritt des Königshauses haben." Borg Høiby wird am (heutigen) Freitag 20 Jahre alt.

Kronprinzessin Mette-Marit schrieb ihrem ältesten Sohn zum Geburtstag einen emotionalen Brief. Darin berichtet sie davon, wie es war, mit 23 Mutter zu werden. "Das ist das grösste Geschenk meines Lebens gewesen", erzählt die Frau von Kronprinz Haakon in dem Brief, den das norwegische Königshaus veröffentlichte.

Marius, der aus einer früheren Beziehung stammt, habe es nach ihrer Hochzeit mit Haakon im Rampenlicht nicht leicht gehabt. "Marius wurde ein Symbol der ungewöhnlichen Wahl, die wir getroffen haben, als wir geheiratet haben. Gleichzeitig hat er keine öffentlichen Pflichten zu erfüllen wie seine Geschwister." Seine Rolle sei schwierig zu definieren gewesen, denn obwohl er keine öffentliche Person sei, habe er in der Öffentlichkeit gestanden.

Im Brief kritisiert Mette-Marit Journalisten, die ihrem Sohn Druck gemacht hätten. "Einige wenige Medien haben sich entschieden, von jugendlicher Unbedachtheit zu schreiben. Es wäre unnatürlich, wenn es dafür keine Beispiele gäbe", schreibt die Prinzessin. "Ich bin jedenfalls dankbar, dass nicht alle Rebellionen meiner Jugend mit Argusaugen verfolgt wurden. Das hätte viel schlimmer ausgesehen."

Mette-Marit ist für ihre wilde Partyvergangenheit bekannt. "Das Leben ist verrückt", schreibt sie. "Und schön." Auch die Auswanderungspläne ihres Sohnes kommentierte die Prinzessin: "Morgen reist er hinaus in die Welt. Als Mutter könnte ich nicht stolzer sein."