Der Grossbrand vom Samstag im Europapark zerstörte die Bahn «Piraten in Batavia». Für Tausende Fans des Freizeitparks bei Rust (D) ist dies ein herber Verlust. Viele befuhren sie schon als Kind – und Jahre später mit dem eigenen Nachwuchs. Entsprechend verbinden sie einige Erinnerungen und Emotionen mit der Bahn. Bereits wurden zwei Facebook-Gruppen gegründet, mit der sich Fans für den Wiederaufbau stark machen. Eine entsprechende Petition haben mehrere Tausend Personen unterzeichnet. 

Ein exakter Wiederaufbau scheint allerdings unwahrscheinlich. «Es ist immer wieder etwas dazu gekommen. Die Bahn eins zu eins wieder herzustellen, ist sehr kompliziert», sagte die Corina Zanger, Leiterin der Unternehmenskommunikation, am Dienstag. 

Nun hat sich die Eigentümerfamilie des Europaparks, die Familie Mack, erstmals zur Frage, ob die Piraten-Bahn wieder aufgebaut wird, geäussert. In einem Tweet des Europapark-Accounts heisst es, dass sich die Inhaberfamilie Mack "intensiv" Gedanken über ein neues Konzept" macht. "Zum jetzigen Zeitpunkt können wir bestätigen, dass dort in Zukunft wieder eine Attraktion für die ganze Familie entstehen wird."

Ein "neues Konzept" bedeutet wohl, dass die Bahn nicht wieder eins zu eins aufgebaut wird. Entsprechend reagieren Fans mit Bedauern, hoffen aber zugleich auf eine neue Piraten-Attraktion: 

"Piraten in Batavia" wurde bereits 1987 gebaut, zwölf Jahre nachdem der bekannteste Freizeitpark im deutschsprachigen Raum seine Türen geöffnet hatte. Die Bahn zeigt den Einfall von Piraten in eine indonesische Stadt. Sie gehört zum Themenbereich Holland.

(pz)