Abfallkübel vergoldet

Eine Aargauer Diebesbande hat bei diversen McDonald’s-Restaurants gezielt die teuren Abfallcontainer aus Chromstahl entwendet. Einer der Haupttäter kassierte jetzt dafür eine teilbedingte Freiheitsstrafe von zwei Jahren.

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Attila Szenogrady

Die Bilanz der professionell organisierten Diebesbande war eindrücklich. Zwischen 16.Februar und 3.April 2007 verübten die fünf Angehörigen der Volksgruppe der Roma nicht weniger als 15 Metalldiebstähle im grossen Stil. Unter dem Deckmantel einer Aargauer Metallfirma schlugen sie jeweils in den frühen Morgenstunden zu und verkauften die Beute kurz darauf einem Alteisenhändler in Oensingen. Die Polizei ging von einem nachgewiesenen Deliktsbetrag von mindestens 160000 Franken aus.

Tatorte waren Lenzburg, Zofingen, Spreitenbach, Egerkingen, Oftringen oder Zuchwil. Die Bande war aber auch im Kanton Zürich sehr aktiv. Dort hatten die McDonald’s-Filialen in Schlieren, Rümlang, Regensdorf und Volketswil das Nachsehen. Die Täter flogen auf, als sie in Glattbrugg auf dem Areal einer Metallfirma in flagranti von der Polizei erwischt wurden.

Nun musste sich der heute 24-jährige Rädelsführer der Organisation vor dem Zürcher Obergericht verantworten. Der serbische Staatsangehörige wehrte sich gegen eine zweijährige Freiheitsstrafe des Bezirksgerichts Zürich. Neben ihm sass ein überführter Mitläufer (30) auf der Anklagebank. In ihrem Urteil haben die Oberrichter die Berufungsanträge zurückgewiesen. Auch den Antrag des Haupttäters, der eine Bewährungsstrafe von 18 Monaten verlangt hatte. Er wurde wegen bandenmässigen Diebstahls zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten verurteilt. 10 Monate davon soll er absitzen. Wesentlich besser kam der zweite Langfinger davon. Da ihm die Anklage bloss drei Diebstähle nachweisen konnte, erhielt er eine bedingte Geldstrafe von 184 Tagessätzen zu 30 Franken.