Abfall

«Abfall» im Medaillenkampf

Leere Büchsen: In der Natur zurückgelassen, stören sie. An der Abfall-Olympiade in Frenkendorf durften sie mit einem Ball aber umgeschmissen werden.

Abfall

Leere Büchsen: In der Natur zurückgelassen, stören sie. An der Abfall-Olympiade in Frenkendorf durften sie mit einem Ball aber umgeschmissen werden.

Das Schulhaus Egg in Frenkendorf wurde für einen Tag zum Zentrum der Abfall-Olympioniken Abfallprävention muss bereits bei den Kleinsten beginnen. Die Gemeinde Frenkendorf führte dazu im Egg-Schulhaus eine Abfall-Olympiade durch.

Tobias Gfeller

Bierflaschen im Gebüsch, Hundekot auf dem Boden oder Zigarettenpäckli im Dorfbach, dies gehört leider zum Erscheinungsbild jeder Gemeinde. In Frenkendorf soll dies ändern. Die Kleinsten lernten an einer Abfall-Olympiade im Schulhaus Egg, dass es den wirklichen Abfall eigentlich gar nicht gibt.

Voller Einsatz ist gefragt, wenn es hiess, mit dem Ball die zehn Kegeln umzuwerfen, mit dem Dreirad die Säckchen voller «Hundekot» zu um kurven oder in die Abfallsäcke zu steigen und den ausgesteckten Parcours so schnell wie möglich «abzuhüpfen». Alle bei Wettbewerb verwendeten Materialien sind eigentlich Abfall. Doch für den Organisator Niels Michel gibt es keinen Abfall, sondern Wertstoffe, die man entweder in einer anderen Form wiederverwenden kann oder zurück in den Stoffkreislauf bringen soll.

Die 430 Schülerinnen und Schüler des Schulhauses Egg eiferten um die Wette. Am Vormittag war es an den Kleinen aus den Kindergärten und den ersten beiden Primarklassen, um «Ruhm und Ehre» zu kämpfen. Der Ehrgeiz ist förmlich spürbar, die Gruppenmitglieder werden lautstark nach vorne gepeitscht und die Namen der einzelnen Kinder hallen über den Schulhof.

16 Posten zum ablaufen

In Vierer-Gruppen aufgeteilt ging es für die Olympioniken von Posten zu Posten, bis kurz vor zwölf der 16. und letzte absolviert war. Die Gruppen bestanden aus Kindern aller Altersstufen, um die sozialen Fähigkeiten zu fördern. Nur wenn ein Team harmonierte, konnte es auch um die Medaillenvergabe mitreden. Bei der Gruppe um Tobias Spinnler (8) war dies der Fall. «Mir haben grundsätzlich alle Spiele Spass gemacht. Im Besonderen aber das Wasserspiel, bei dem wir mit einer Büchse mit Löchern Wasser vom kleinen Teich in eine Petflasche umfüllen mussten.»

Für seinen 7-jährigen Teamkollegen Eldin Smajovic war schon früh klar, dass er seinen Eltern über die Möglichkeiten, was mit Abfall alles angestellt werden kann, berichten wird. «Ab jetzt werden wir nicht mehr nur das Papier und die Zeitungen bündeln.» Jetzt wissen Frenkendorfs jüngste Bewohner, was es heisst, sorgfältig mit der Umwelt und der Natur umzugehen.

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