Aargauer in Singapur zu Gefängnis und Stockschlägen verurteilt
Aargauer Sprayer in Singapur zu Stockschlägen verurteilt

Weil er U-Bahnwaggons mit Graffiti besprüht hat, ist ein 32-jähriger Aargauer in Singapur zu drei Stockschlägen und fünf Monaten Haft verurteilt worden.

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Der Angeklagte hatte sich zuvor des Vandalismus und des unerlaubten Betretens geschützter Bereiche schuldig bekannt. Er nahm die Strafe im Gerichtssaal regungslos auf. Mit dem Urteil blieb das Gericht deutlich unter der möglichen Höchststrafe.

Für Vandalismus sieht die Rechtsprechung in Singapur bis zu drei Jahre Haft vor. Zudem sind bis zu acht Stockschläge vorgesehen - eine Strafe, die noch aus Zeiten britischer Kolonialherrschaft stammt.

Kurz vor Heimreise gefasst

Für das unerlaubte Betreten geschützter Bereiche hätten bis zu zwei Jahre Haft hinzukommen können. Der Computerexperte war am 17. Mai festgenommen worden, als er in die Schweiz zurückfliegen wollte.

Er soll die U-Bahn-Wagen zusammen mit einem Briten besprüht haben, der bisher aber noch nicht gefasst wurde. Die Beweise gegen den Schweizer sind Mysinchew.com erdrückend. Danach haben die Ermittler bei dem Schweizer E-Mails mit Spraydosen-Bestellungen, 53 Bilder und Videos von verschmierten Zügen sowie einen Kabelschneider gefunden.

Sehr genau geplant

Der Aargauer hat die Tat offenbar serhr genau geplant. Er soll mit Hilfe von Google Earth das U-Bahn-Depot ausgekundschaftet haben, um einen möglichst guten Standort für die Sprayereien zu finden.

Auf ihn aufmerksam geworden sind die Behörden, weil die beiden Sprayer ein Video der Tat auf auf Youtube platziert hatten.

Arbeitgeber hält zu Sprayer

Trotz seines Geständnisses hält sein Arbeitergeber weiterhin zu Oliver F.: Er bleibt «nur» suspendiert. «Wir sehen keinen Grund für eine schnelle Reaktion», sagt Christoph Oggenfuss, Sprecher der Swisscom-Tocher Comit gegenüber «20 Minuuten». (rns)

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