Maja Sommerhalder

«Wir arbeiten ehrenamtlich. Unser Ziel ist, dass die Kinder in der Region Ski fahren können», sagt Therese Reber, Liftbetreuerin im Skigebiet Bottenwil. Immer wenn es genug Schnee hat, ist der einzige Skilift in der Region Zofingen geöffnet. In dieser Saison flitzten die Skifahrer und Snowboarder bis jetzt an zehn Tagen die 300 Meter lange Piste herunter.

«Das Angebot ist beliebt. Dieses Wochenende waren es gegen 70 Leute», so Reber. Fünf Franken kostet das Schneevergnügen für Kinder und zehn Franken für Erwachsene. «Wenn wir Gewinn machen, wird dieser in neue Anschaffungen investiert.»

Alois und Margot Waser, Betreiber des Skilifts Horben im Freiamt, sind froh, wenn sie mit den Einnahmen überhaupt die Unkosten decken können: «Letztes Jahr war es ein Minusgeschäft. Wir haben deshalb ans Aufhören gedacht», so Alois Waser. Doch sie machten trotzdem weiter und leisteten sich sogar ein Pistenfahrzeug für etwa 50000 Franken: «Den Leuten kommen gerne zu uns. Das spornt uns an.»

Schnee liegt dieses Jahr genug: «Seit vier Wochen können wir unseren Lift betreiben. In den Skiferien war unsere Piste sogar täglich geöffnet.» Die Krise wirke sich positiv auf sein Geschäft aus: «Die Leute kommen vermehrt zu uns, weil sich viele das Skifahren in den grossen Gebieten nicht mehr leisten können.»

Sparen für schneearme Jahre

Im Skigebiet Engi Kernenberg in Holderbank sei es schon besser gelaufen, so Betreiber Hans Bösch. Er betreibt den Lift seit fast 40 Jahren: «Das liegt wahrscheinlich an der Kälte. Die Piste ist momentan sehr gut präpariert.» Verdient an seinem Lift hätte er allerdings noch nie: «Es gibt schneearme Jahre, da können wir die Piste gar nicht öffnen.» Doch auch dann fallen Versicherungsprämien und Gebühren an: «Der Kanton muss den Lift bewilligen. Das kostet 180 Franken.» Dies sei ärgerlich. Mit fast 80 Jahren denkt Bösch langsam ans Aufhören: «Ich kann den Lift aber erst abgeben, wenn die Nachfolge geregelt ist.»

Ans Aufhören denkt Erika Wyss vom Skilift auf der Salhöhe bei Kienberg nicht: «Wir haben seit Kurzem ein Pistenfahrzeug. Jetzt hält der Schnee besser.» Die Benutzung des Lifts ist gratis. Die Wintersportler können aber Geld ins Kässeli spenden: «Wenn wir die Piste öffnen können, können wir stets die Umkosten decken. Sonst finanzieren wir uns mit Vereinsbeiträgen.» Auch hier arbeiten alle ehrenamtlich: «Die Geselligkeit ist unser Lohn.»

Auch auf dem Villiger Rotberg kann man gratis Ski fahren. «Sponsoren helfen uns, die Kosten zu decken», so Teammitlied Roland Schatzmann. Im Wintersportgebiet Föhrlimatti in Wegenstetten hat das Skifahren seinen Preis: «Den Gewinn investieren wir in den Lift. Zudem sparen wir für Jahre, die nicht so schneereich sind», sagt Mitarbeiterin Brigitta Schmid.