Roman Schenkel
Aargauer Politiker bedauern die Schliessung des «Sonnenblicks»

Die Politik bedauert die Schliessung des «Sonnenblicks». Doch die Parteien sind sich einig: Es darf keinen Schnellschuss geben.

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Roman Schenkel

Für Thomas Meier, Präsident der CVP Wettingen, ist die Schliessung des «Sonnenblicks» bedauerlich: «Meine Beziehung zur Klinik Sonnenblick ist sehr stark. Ich selber und meine vier Kinder sind dort zur Welt gekommen.» Es sei nun wichtig, dass die Gemeinde Wettingen schnell einen Überblick erhalte. «Lag es nur am Betrieb oder etwa auch an der Immobilie?» Die Hintergründe für die Schliessung seien noch zu wenig bekannt. «Nun muss sich der Gemeinderat aktiv für die Zukunft des ‹Sonnenblicks› interessieren», fordert der Präsident der Wettinger CVP.

Wohnungen statt Heim?

«Das Aus der Klinik ist ein riesiger Schaden für den Standort Wettingen», sagt Daniel Frautschi, Präsident der Wettinger SVP. «Wir bedauern die Schliessung sehr, die Klinikleitung wird sich diesen Schritt aber gut überlegt haben», sagt Frautschi. Es sei gut, dass der Gemeindeammann in engem Kontakt mit der Klinikleitung sei.

Man solle nun aber keinen Schnellschuss machen. «Es muss nicht zwingend eine Pflegeeinrichtung in die Liegenschaft ‹Sonnenblick› kommen», sagt Frautschi. Für ein Altersheim sei der Standort zu weit weg vom Zentrum und gerade für alte Personen schwer zugänglich. «Man könnte auch Eigentumswohnungen in Betracht ziehen», schlägt Frautschi vor.

Die SP Wettingen bedauert die Klinikschliessung. «Ich war total überrascht über die Nachricht der Schliessung», sagt Barbara Loppacher, Co-Präsidentin der SP Wettingen. Es sei traurig, dass 60 Personen ihren Arbeitsplatz verlieren würden. «Ich gehe davon aus, dass die Verträge mit den Angestellten bei den Kündigungen eingehalten werden.» Es sei nun aber zu früh, irgendwelche Vorschläge für den Einwohnerrat zu machen, sagt Loppacher. Die Wettinger FDP war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.