Aare-Oenz

Die Delegierten des Gemeindeverbandes Schule Aare-Oenz wählten Beatrice Fischer Ris zur neuen Präsidentin der Schulkommission. Der Versammlung wurde am Montag zudem das Konzept Schulstandorte vorgestellt.

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Gemeindeverband wählt neue Präsidentin und stellt Konzept vor

Gemeindeverband wählt neue Präsidentin und stellt Konzept vor

Am Montag wählten die Abgeordneten nun an ihrer vierten Versammlung die bisherige Vizepräsidentin Beatrice Fischer Ris (Wangenried) an die Spitze. Aus der Gemeinde Inkwil nimmt neu Roland Graf Einsitz in die Schulkommission.

Neben den Wahlen war das Konzept der Klassenplanung im Schulverband das Haupttraktandum. «Uns ist es sehr wichtig, die vier Schulstandorte Graben, Heimenhausen, Inkwil und Wangenried zu sichern», erklärt Beatrice Fischer Ris. «Und zwar mit mindestens je zwei Klassen.»

Zwei Kindergärten zügeln

Dies ist aber auf längere Zeit nur mit gewissen Verschiebungen möglich. So wird der Kindergarten von Heimenhausen ab dem Schuljahr 2009/10 aufgelöst und nach Graben gezügelt. Derjenige von Inkwil wird auf den selben Zeitpunkt nach Wangenried verschoben. Dass Heimenhausen über diese Massnahme nicht erfreut ist, versteht Fischer. Sie betont aber, dass das Konzept von der Schulkommission in enger Zusammenarbeit mit der Schulleiterin, Maria Reusser, erarbeitet worden sei.

Aufgrund der sinkenden Schülerzahlen und der damit verbundenen Auflage des Kantons muss eine Klasse geschlossen werden. Am meisten Sinn mache es, die Mittelstufe in Graben aufzuheben, weil dieser Standort neu den Kindergarten erhalte, so Fischer. «Die Fünft- und Sechstklässler von Graben werden künftig in Heimenhausen unterrichtet. Die Mittelstufe von Wangenried wiederum geht nach Inkwil ins Zimmer des Kindergartens.»

Bei den Überlegungen zu diesen Schritten hätten verschiedene Faktoren eine Rolle gespielt. «Die stufengerechte Zusammenarbeit unter den Klassen und den Lehrkräften wird erleichtert. Zudem können die Infrastrukturen an den einzelnen Standorten dem Alter der Kinder angepasst werden, zum Beispiel bei den Pausenplätzen, den Medien und dem Unterrichtsmaterial», nennt Fischer zwei von mehreren Vorteilen.

Mehr Sicherheit im Schulbus

Das Konzept mache Sinn für die nächsten fünf Jahre. «Die Situation wird jährlich überprüft und wo nötig angepasst», betont Beatrice Fischer. Fest steht bereits, dass aufgrund der sinkenden Schülerzahlen im Schuljahr 2010/11 eine weitere Klasse geschlossen werden muss.

Diejenigen Kinder, die den Kindergarten oder die Schule ausserhalb ihres Wohnortes besuchen müssen, werden wie bisher mit dem Schulbus transportiert. Wie Fischer betont, werden die Busse auf das neue Schuljahr hin durch sicherere Modelle ersetzt, «in denen sich die Schüler angurten können».

Im Weiteren informierte die Schulkommission über laufende Arbeiten wie Anpassung des Personalreglementes, eines Logos und über die Vision einer Tagesschule in Graben. Hier hat eine Umfrage ergeben, dass nur wenig Nachfrage besteht. Geprüft wird das Anbieten in Modulen, zum Beispiel eines Mittagstisches oder einer Aufgabenbetreuung. (mz/iba/wst)