Aarauer Clubs kooperieren in Sachen Sicherheit

Strengere Ausweiskontrollen, gemeinsame Mitarbeiterschulungen, Hausordnungen und Hausverbot-Datenbank.

Irena Jurinak

Seit einem Jahr hängt im Kulturlokal KiFF die gleiche Hausordnung wie im kommerziellen Partytempel Kettenbrücke. Und jemand der im Boilerclub randaliert und deshalb Hausverbot bekommt, steht neu auch im Jugendkulturhaus Flösserplatz vor verschlossenen Türen. Insgesamt acht Clubs aus dem Kanton Aargau arbeiten seit einem Jahr unter dem Label «Safer Clubbing» (zu deutsch: sicherer Clubbesuch) zusammen. Dass die unterschiedlichsten Clubs gemeinsame Sache machen, ist für die Betreiber nicht selbstverständlich.

«Für alle war das ein Quantensprung. Aber wir haben gemerkt, dass wir zu 90 Prozent mit den gleichen Sicherheitsproblemen konfrontiert sind», sagt Christian Hosmann, Geschäftsführer des KiFF. George Antoniadis, Geschäftsführer von Pop Art ergänzt: «Das gemeinsame Auftreten, die gleiche Hausordnung in allen Lokalen signalisiert notorischen Störenfrieden, dass sie in Aarau in keinem Club mehr toleriert werden.» Alle Lokale führen an den Eingängen strenge Ausweis- und Alterskontrollen durch.

Betrunkene oder aggressive Gäste werden von Sicherheitsleuten aussortiert. Wer negativ auffällt, wird einer zentralen Stelle gemeldet und in der gemeinsamen Datenbank registriert. Beim nächsten Verstoss gegen die Hausordnung erhält der Störenfried Hausverbot in allen «Safer»-Clubs. «Das hat eine abschreckende Wirkung», sagt Hosmann. Problematisch für die Clubbetreiber sind Gäste, die schon angetrunken in die Clubs kommen. «Am liebsten wäre uns, Tankstellen- und Bahnhofshops dürften keinen Alkohol verkaufen, schon nur wegen des Litterings.»

Gewalt sei nicht mehr so präsent, wie vor zwei Jahren, so die Betreiber. Es sei ruhiger geworden. Daniel Ringier, Leiter der Stadtpolizei Aarau stellt den Clubs ein gutes Zeugnis aus. «Unsere Zusammenarbeit hat sich massiv verbessert, wir haben ein gutes Einvernehmen.»

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