tote Fische

50 tote Fische - wegen verschmutztem Bach?

Fand über 50 tote Fische im Rechen: Abwart Kurt Hauri verständigte sofort die Kantonspolizei.

Über 50 tote Fische - wegen verschmutztem Wasser?

Fand über 50 tote Fische im Rechen: Abwart Kurt Hauri verständigte sofort die Kantonspolizei.

Im Rotkanal in Rothrist wurden über 50 tote Fische angeschwemmt. Spezialisten klären ab, ob Gewässerverschmutzung der Grund dafür ist.

Bettina Talamona

Auf seinem üblichen frühen Kraftwerk-Kontrollgang machte Abwart Kurt Hauri am Rotkanal eine böse Entdeckung. Im Rechen des Spinnerei-Kleinkraftwerks von Willi Hofer zeigte sich ein unschönes Bild: Über die ganze Breite verteilt lagen tote Fische, ganze Exemplare, aber auch beschädigte Fische, in Teilen oder bereits ohne Kopf.

Viel mehr tote Fische als früher

Zwar wurden in der Vergangenheit hier schon wiederholt tote Fische angeschwemmt, was Willi Hofer mehr als einmal bei der Sektion Jagd und Fischerei des Kantons moniert hatte. Diesmal wandte er sich direkt an die Kantonspolizei, zumal es viel mehr Fische waren und sich das Schadensbild anders präsentierte als in den früheren Fällen.

Spezialisten suchen nach Schadstoffen

Weil natürlich Verdacht auf eine Gewässerverschmutzung bestand, rückte neben der Polizei auch der Schadendienstbeauftragte der zuständigen Abteilung für Umwelt des kantonalen Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) samt Fachmann aus dem Umweltschutzlabor aus.

«Wir prüfen, ob umwelt- bzw. gesundheitsgefährdende Stoffe vorhanden sind, suchen nach Schadstoffen, die als Ursache für den Tod der Fische infrage kommen, und kümmern uns bei Notwendigkeit um entsprechende Sofortmassnahmen», erklärte Markus Schenk.

Ein erster Schnelltest der Wasserproben vor Ort brachte keine Erkenntnisse. Etwas «Offensichtliches» zeigte sich nicht. Auch die Abklärungen der Kantonspolizei, die sich unter anderem auch die Einläufe in den Rotkanal vornahm, hat nach Angaben von Polizeisprecher Bernhard Graser fürs Erste noch keine Ursache zutage gefördert.

Schwierige Analyse

Die entnommenen Wasserproben werden nun im Umweltschutzlabor des BVU noch genauer unter die Lupe genommen. Grosse Hoffnungen, dass sich der Grund des Fischsterbens tatsächlich noch eruieren lässt, mögen die Fachleute allerdings nicht machen.

Nach dem Einsatz von Polizei und Abteilung für Umwelt nahm wieder Kurt Hauri seine Arbeit auf: Er holte mit Schaufel und Gabel die über 50 toten Fische aus dem Rechen, um sie der Entsorgung zuzuführen. «Das ist wirklich kein schöner Anblick», meinte er dazu.

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