47 Prozent mehr Einbürgerungen als 2008

4845 Ausländerinnen und Ausländer wurden 2009 in der Stadt Zürich eingebürgert. Das sind 47 Prozent mehr als im Vorjahr. Erstmals seit Langem hat es auch bei der Schweizer Bevölkerung mehr Geburten als Todesfälle gegeben.

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Obwohl 32030 Ausländerinnen und Ausländer mehr in die Stadt Zürich gezogen als weggezogen sind, hat die ausländische Bevölkerung um 0,4 Prozent abgenommen. Ursache dafür ist laut Mitteilung von Statistik Stadt Zürich die grosse Zahl von Einbürgerungen.

So erhielten 2009 insgesamt 4845 Ausländerinnen und Ausländer den roten Pass; das sind 47 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit ein Grund dafür ist gemäss Mitteilung, dass als Folge von administrativen Verzögerungen in den beiden Vorjahren im Jahr 2009 mehr Gesuche abgeschlossen wurden.

Am häufigsten liessen sich im vergangenen Jahr Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien (1200 Personen) und aus Deutschland (507 Personen) einbürgern. Nur im Jahr 2006 war die Zahl der Einbürgerungen noch höher. Damals wurden die einkommens- und vermögensabhängigen Gebühren durch kostendeckende Gebühren abgelöst.

Vom Zentrum an den Stadtrand

Für die Stadt Zürich sind aber nicht nur die Bewegungen über die Stadtgrenze hinaus bedeutsam, wie es weiter heisst. Wichtig sind ebenso die jährlich rund 40000 Personen, die ihr Zuhause innerhalb der Stadt wechseln. Umzüge innerhalb des gleichen Quartiers sind dabei sehr häufig.

Im neuen Bevölkerungsbericht 2009 werden die innerstädtischen Umzüge detailliert grafisch dargestellt. Diese Karte zeigt, dass Bewegungen vom Zentrum in die Stadtrandquartiere deutlich häufiger vorkommen als Verschiebungen in der umgekehrten Richtung. 382906 Personen wohnten Ende 2009 in der Limmatstadt (2407 mehr als 2008).

Mehr als die Hälfte des Anstiegs (1222 Personen) entfällt gemäss Mitteilung auf den Geburtenüberschuss. Erstmals seit Langem hat es auch bei der Schweizer Bevölkerung mehr Geburten als Todesfälle gegeben. Die andere Hälfte des Zuwachses ist auf den Wanderungsgewinn von 1185 Personen zurückzuführen. Damit hat sich die Zuwanderung gegenüber den Vorjahren abgeschwächt. (ant)

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