US-Justiz

40 Jahre unschuldig in Haft: eine Million Dollar Entschädigung

Ricky Jackson bei der Urteilsverkündung am 20. November 2014

Ricky Jackson bei der Urteilsverkündung am 20. November 2014

Als Entschädigung für fast 40 Jahre im Gefängnis hat ein US-Gericht einem zu Unrecht als Mörder Verurteilten mehr als eine Million Dollar als Entschädigung zugesprochen.

Der 59-Jährige aus Ohio erhalte den Betrag für seine 14'178 Tage in Haft, viele davon in der Todeszelle. Das berichtete der TV-Sender WKRC. Ricky Jackson gilt als Rekordhalter unter allen US-Gefangenen, die zu Unrecht hinter Gitter geschickt und wieder freigelassen wurden.

Die Millionensumme ist laut Gerichtsdokumenten aber erst eine Anzahlung - der Betrag, den Jackson am Ende insgesamt für die "physische Verletzung durch unrechtmässige Inhaftierung" bekommen wird, könne sogar doppelt so hoch ausfallen.

Der Afroamerikaner wurde 1975 zusammen mit angeblichen Komplizen wegen Mordes an einem Geschäftsmann zum Tode verurteilt. Die Strafe wurde später aus verfassungsrechtlichen Gründen in lebenslange Haft umgewandelt.

Erst vor einigen Jahren gab der damals 12 Jahre alte Belastungszeuge zu, bei seiner Aussage gelogen zu haben. Er hatte seinerzeit angegeben, Jackson am Tatort gesehen zu haben. Das Justizopfer sass im Gefängnis, seit es 18 Jahre alt war.

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