Affotlern HPS Jubiläu

40 Jahre HPS und kein bisschen müde

Es durfte gefeiert werden!

HPS 40 Jahre Affoltern

Es durfte gefeiert werden!

Mit verschiedenen Vorführungen und Aktivitäten hat die Heilpädagogische Schule Affoltern (HPS) am Freitagabend und Samstag ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert. Den Schulkindern und ihren Besuchern hat`s gefallen.

Von Martin Platter

«Die Geschichte der HPS erinnert an ein Märchen. Aus Not und Zufällen wurde der Grundstein für etwas Neues, Grossartiges gelegt, das bis heute Bestand hat», sagte Darius Tuor in seiner Eröffnungsrede am Samstag. Der Präsident des Schulzweckverbandes erinnerte in kurzen Zügen an die Entstehungsgeschichte mit der arbeits- und wohnungslosen Verena Schneebeli und ihrem behinderten Kind. Und Martin Wittenwiller, der Kenntnis von einem leerstehenden Lehrerhaus hatte und um den Bedarf einer Sonderklasse wusste.

Die logische Verschmelzung dieser beiden Umstände mündete in der Gründung der HPS. Man zog ins leere Haus ein und führte mit familiären Strukturen eine Klasse. Unbürokratisch und so erfolgreich, dass zwei Jahre später mit Margrit Buchschacher eine weitere Klasse in einem leeren Schulzimmer im alten Sekundarschulhaus im Stigeli dazukam. Vor 19 Jahren kam mit Jrène Dubs die dritte Klassenlehrerin dazu, die heute als Schulleiterin wirkt.

Pionierinnen der schulischen Integration

Tuor bezeichnete die Frauen als «Pionierinnen der schulischen Integration», auch wenn man zu diesem Zeitpunkt noch etwas anderes unter dem Begriff verstand. Das Entscheidende gelte nämlich damals wie heute. «Die Angestellten der HPS stellen den Menschen in den Mittelpunkt. Die Abkürzung steht auch für Herz, Professionalität, Sensibilität und Aufmerksamkeit», schloss Tuor.

Dubs schwenkte mit ihren Worten in die Gegenwart, erzählte, wie sie mit ihren Kolleginnen und den Schulkindern den heutigen Tag vorbereitet hat. Viel Arbeit für eine kleine Schule mit 22 Kids. Doch wenn sie in die fröhlichen Gesichter der Kinder und die zufriedenen der Eltern schaue, sei das eine tolle Entschädigung.

Die Kinder waren jedenfalls ganz aufgeregt und mit Freude bei der Sache. Sie sangen im Chor und lieferten in kleinen Gruppen Theatervorführungen, ganz so, wie in jeder normalen Schule. An verschiedenen Posten konnte man sich schminken oder Märchen erzählen lassen, Büchsen werfen, Pony reiten, Geschicklichkeitsspiele machen oder Filme aus früheren Tagen der HPS anschauen. Selbstverständlich wurden Kinder und Besucher mit allerlei, teilweise selbst gemachten Leckereien

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