Unfall

40-jähriger Belgier beim Basejumping Lauterbrunnen gestorben

Ein Basejumper mit Fallschirm (Archiv)

Ein Basejumper mit Fallschirm (Archiv)

Erneut ist ein Basejumper im Berner Oberland tödlich verunfallt. Ein 40-jähriger Belgier prallte am späten Donnerstagnachmittag nach dem Absprung an der Mürrenfluh bei Lauterbrunnen auf dem Boden auf.

Der Basejumper war mit zwei Freunden unterwegs und sprang als erster, wie die Kantonspolizei mitteilte. Seine Kollegen stellten fest, dass der Basejumper in der Luft instabil war. Als sie selbst absprangen und in der Luft waren, sahen sie, dass ihr Kollege abgestürzt war.

Die Rettungskräfte der Air Glacier mit dem Notarzt konnten nur noch den Tod des Basejumpers feststellen. Die genaue Unfallursache war am Freitag nicht bekannt. So konnte die Kantonspolizei auf Anfrage nicht bestätigen, ob sich der Fallschirm zu spät geöffnet hat. Die entsprechenden Ermittlungen sind im Gang.

Der verunfallte Basejumper ist von der sogenannten "Nose" abgesprungen, einer beliebten, aber gefährlichen Stelle. Als grösste Gefahr der "Nose" gilt die relative Nähe zur Felswand.

Ende Februar war im Lauterbrunnental ein 35-jähriger Norweger ums Leben gekommen, als er vom Basejumping-Standort "Yellow Ocean" absprang. Am gleichen Wochenende war ein 38-jähriger Basejumper aus Frankreich im Unterwallis tödlich verunfallt.

Nach den tödlichen Unfällen von Basejumpern in den Vorjahren ist im Berner Oberland ein Verbot der Ausübung dieser Extremsportart diskutiert worden. Theoretisch könnte das der Kanton erlassen. Ein explizites Verbot wäre jedoch gemäss Experten kaum durchsetzbar.

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