Alles andere als vertrieben wurden sie bis jetzt, die bösen und äusserst hartnäckigen Wintergeister. So versammelten sich in den frühen Morgenstunden wie im Vorjahr 2'000 Fasnächtler zur Wey-Tagwache auf dem Luzerner Kapellplatz, um mit den Guggenmusigen die zweite Hälfte der "rüüdigen Tage" ausgiebig feiern zu können.

Anschliessend marschierte die Gefolgschaft des Wey-Zunftmeisters Bruno Spörri bei eisigen Temperaturen in Richtung Löwenplatz. Dort warfen sie der fröhlichen Narrenschar Orangen zu.

Am Nachmittag stand der Wey-Umzug auf dem Programm, der vom Schweizer Fernsehen (SF) live übertragen wurde. Laut Angaben der Luzerner Polizei säumten 36'000 Fasnächtler die Umzugsroute durch die Stadt - 8'000 mehr als im Vorjahr. Und just zum Start des Umzugs zeigte sich auch endlich wieder einmal die Sonne in Luzern.

Angeführt wurde der Umzug wie immer vom Wey-Zunftmeister und Gefolge, die dem Publikum Orangen zuwarfen. Begleitet wurde sie auch von einem riesigen Frosch, dem Wappentier der Wey-Zunft.

Insgesamt standen 38 Umzugsnummern auf dem Programm. Die Teilnehmer nahmen dieses Jahr aber verhältnismässig wenig politische Ereignisse auf die Schippe, vielmehr verwandelten sie sich in ungeheure Gestalten und tauchten in gruselige Fantasiewelten ein.

Verschiedene Gruppen thematisierten beispielsweise die Abfallsünder, Wicki und die starken Manner reisten aus dem hohen Norden an und auch die Schweinegrippe mischte sich unters Fasnachtsvolk.

Unter den Umzugstross schmuggelten sich wie gewohnt auch zahlreiche lustige und kreative Einzelmasken, so genannte wilde Gruppen, und sorgten für beste Unterhaltung.

Die närrische Zeit dauert in der Stadt Luzern noch bis in die Nacht auf Mittwoch. Der letzte Höhepunkt folgt mit dem Monster-Corso am Güdisdienstag-Abend.