Badi
34 Grad und das bereits im Mai

Schwimmen, tauchen oder plantschen! Das herrliche Wetter mit rekordhohen Temperaturen hat am Montag und vor allem am Wochenende die Leute in Scharen in die Fricktaler Badis gelockt.

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Badeplausch im Fricktal
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Badi Magden Auch die Schleckmäuler dürfen in der Badi nicht zu kurz kommen. (ach)
Badi Magden Eins, zwei, drei und hopp! Die Wasserscheu muss auch in der Badi Magden überwunden werden. (ach)
Badi Rheinfelden In der Badi machts Spass – so wie im und um das Rheinfeldener Becken. (ach)
Badi Rheinfelden Abkühlung in der 34 Grad heissen Rheinfeldener Badi. (ach)
Badi Magden Brrrrr! Ist die Dusche in der Badi Magden wirklich nicht zu kalt. (ach)

Badeplausch im Fricktal

Aargauer Zeitung

Silvan Hartmann und Nadine Böni

32 Grad in Frick, 33 Grad in Möhlin und 34 Grad in Rheinfelden. Der Sommer ist nach einem langen und intensiven Winter nicht nur kalendarisch im Fricktal angekommen, nun ist auch das Wetter Ende Mai schon sommerlich.

Teenager weniger vorsichtig

«Wir hatten am Sonntag über 2 000 Eintritte», sagt David Wieser, Bademeister der Fricker Badi «Vitamare». Die meisten seien sich den Gefahren der Sonne bewusst gewesen. «Aber es gab der Eine oder Andere, der sich verbrennt hat und sich nun schält», sagt Wieser weiter. Er habe auch feststellen können, dass Sonnenschirme insbesondere von Personen über 30 Jahren ausgeliehen wurden. Vor allem die Teenager würden dann erst zu Hause merken, dass sie sich stark verbrennt hätten, weiss David Wieser.

«Jeder Sonnenbrand schadet»

Das weiss auch Willy Vogt, Bademeister vom Strandbad Rheinfelden: «Bei den ersten Sonnenstrahlen der Saison gehen die Leute an die Sonne und holen sich dann eben auch mal einen Sonnenbrand.» Vogt weist auch gleich auf die Auswirkungen von Sonnenbränden hin. Er weiss, dass «jeder Sonnenbrand die Haut schädigt». Dabei lässt sich Sonnenbrand relativ einfach verhindern: Sonnencrème einstreichen und sich möglichst oft im Schatten aufhalten.

Rhein nur für geübte Schwimmer

Im Strandbad Rheinfelden können sich die Besucher sowohl in einem Bassin wie auch im Rhein abkühlen. Vogt weiss, dass vor allem der Rhein gefährlich sein kann. «Der Rhein ist ein Naturgewässer und die sind besonders gefährlich.» Er empfiehlt nur geübten Schwimmern, sich in den Rhein zu wagen. «Vor allem wenn das Wasser noch kalt ist, sind die Anstrengungen noch grösser», erklärt er. Die Bademeister sind zudem nicht verpflichtet, den Rhein zu überwachen. «Wir machen das aber aus Eigenverantwortung und moralischer Verpflichtung», sagt Vogt. Im Allgemeinen sind die Leute aber sehr vorsichtig, ob im Bassin oder im Rhein. «In diesem Jahr hatten wir glücklicherweise noch keine schlimmen Vorfälle», sagt Willy Vogt weiter.

Nicht zu schnell ins Kühle Nass

Auch Franz Meier von der Badi in Wölflinswil musste in dieser Saison noch nie eingreifen. «Die Badegäste sind in diesem Jahr sehr diszipliniert, auch die Jüngeren», sagt er. Das betrifft auch das Schützen vor der brennenden Sonne. In der Badi in Wölflinswil finde man viel Schatten und auch Sonnenschirme würden angeboten, erwähnt er. Damit lasse sich einen Sonnenbrand gut vermeiden.

Die Wassertemperaturen in der Badi in Wölflinswil sind angenehm. Sie liegt seit dem Muttertag über 20 Grad. Im Moment ist das Wasser rund 24 Grad warm. «Und das, obwohl wir nicht heizen», sagt Meier. Der Rhein hat mit höchstens 19 Grad warmem Wasser vergleichsweise tiefe Wassertemperaturen.

Trotzdem sollten die Besucher vorsichtig sein und nicht all zu schnell ins kühle Nass springen. Denn dies sei nicht gesund: «Die Gäste können sich bei grosser Hitze unter den Duschen an das Wasser akklimatisieren. Bei den Duschen kann die Temperatur sogar eingestellt werden», erklärt Meier.