Hochwasser-Drama

3000 Stunden nach vermissten Kindern in Nidwalden gesucht

Die Suche blieb bislang ohne Erfolg. (Archiv)

Vierwaldstättersee

Die Suche blieb bislang ohne Erfolg. (Archiv)

Die Nidwaldner Kantonspolizei hat knapp einen Monat nach dem Verschwinden von zwei Kindern Bilanz über ihre Suche gezogen. Insgesamt investierten die Trupps über 3000 Mannstunden. Die wahrscheinlich von Hochwasser mitgerissenen Kinder blieben verschwunden.

Allein die Kantonspolizei Nidwalden kam auf 1190 Stunden, wie der Statistik zu entnehmen ist. Die Nidwaldner Feuerwehrleute waren während 940 Stunden im Einsatz.

Kantonspolizei und Feuerwehren konnten bei der Suche nach den am 17. Juli bei Wolfenschiessen wahrscheinlich vom Hochwasser führenden Gerlibach mitgerissenen Kindern auf Unterstützung Dritter zählen. Mit von der Partie war namentlich der Schweizer Alpen-Club (SAC) und die Tauchsportgruppe Poseidon Luzern mit je 320 Mannstunden.

Auch Taucher der Kantonspolizei Baselland und der Sanitätspolizei Bern standen im Einsatz. Unterstützung lieferten ferner der Kanuclub Vierwaldstättersee, die Rega sowie Hundestaffeln aus Österreich, der Kantonspolizei Waadt und der Stadtpolizei Luzern.

Abgesucht wurden die Engelberger Aa über eine Länge von 14 Kilometern. Allein am 31. Juli standen 120 Personen im Einsatz. Doch auch das Mündungsgebiet der Aa in den Vierwaldstättersee wurde systematisch abgesucht.

Gefunden wurden das elf Jahre alte Mädchen und der sechs Monate alte Bub aber nicht. Einzig ein paar Gegenstände - etwa ein Schnuller und Teile eines Kinderwagens - wurden in der Engelberger Aa sichergestellt.

Die flächendeckenden Suchaktionen wurden am letzten Wochenende abgeschlossen. Die Polizei hält sich aber punktuelles Suchen vor, etwa wenn neue Hinweise vorliegen.

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