30 000 Besucher im zweiten Jahr erwartet

30 000 Besucher im zweiten Jahr erwartet

30 000 Besucher im zweiten Jahr erwartet

Die Legionärsunterkunft wird mit einem Parallelbau ergänzt, sodass ab April zusätzliche Übernachtungen möglich werden. Vorgenommen werden im Moment auch Optimierungen und die Ausmerzung von Kinderkrankheiten.

EDGAR ZIMMERMANN

Seit dem 1. November 2009 herrscht auf dem Legionärspfad Winterpause. Was, wenn eine Gruppe in dieser Zeit eine oder zwei Stationen wie etwa die Offiziersküche oder die römische Wasserleitung beim Alterszentrum Lindenpark besuchen möchte? Wie die Betriebsleiterin Salome Maurer der AZ auf Anfrage mitteilte, werden auf vorgängige Anfrage hin diese Lokalitäten geöffnet. Offiziell wiedereröffnet wird der Legionärspfad am 1. April 2010. Hinter und vor den Kulissen wird aber auch derzeit emsig gearbeitet. So werden Optimierungen ausgeführt und Kinderkrankheiten ausgemerzt. Die per Audioguide abspielbaren Hörspiele werden gekürzt, zudem werden sie künftig auch in französischer und englischer Sprache angeboten. Einzelne Stationen werden attraktiver präsentiert und thematisch besser dokumentiert wie etwa die römische Wasserleitung. Wie Projektleiter Thomas Pauli erklärte, war die Zeitspanne für die Realisierung aller Vorstellungen zu knapp bemessen, man stand vor der Eröffnung unter einem starken Zeitdruck. Zudem war man auch finanziell eingeschränkt.

Neues Contubernium

Auf die Saison 2010 hin wird keine neue Station eröffnet. Neu eröffnet wird aber die zweite Mannschaftsbaracke (Contubernium), die parallel zur bestehenden Legionärsunterkunft liegt. Derzeit ist sie noch eingehüllt, damit die weitern Arbeiten im Innern ausgeführt werden können. Mit dieser Erweiterung können zusätzliche Schulklassen, Familien und Gruppen für Übernachtungen und Essen «nach Legionärsart» aufgenommen werden. Für die Betreuung wird eine zusätzliche Person eingestellt. Bereits sind etliche Reservationen eingetroffen.

Der Legionärspfad löste bereits in der ersten Saison bei den Besucherinnen und Besuchern überaus positive Echos aus. Wie zeigt sich die Situation bei den Besucherzahlen? Projektleiter Thomas Pauli – er hat inzwischen eine neue Stelle als Direktor Museen Aargau angetreten und ist im Legionärspfad nicht mehr involviert – hatte im Vorfeld mit rund 30000 Besuchern für die verkürzte Saison 2009 gerechnet. Gezählt wurden schliesslich 16000. Pauli zur AZ: «Es zeigte sich, dass es doch einige Zeit braucht, bis ein neues Angebot in breiten Kreisen und auch in weitern Landesteilen bekannt ist, auch wenn dieses Projekt sehr attraktiv ist. Ich bin aber überzeugt, dass die Besucherzahlen stetig ansteigen werden.» Diese Auffassung vertritt auch Salome Maurer: «Die Mundpropaganda ist sehr wichtig und wirkt sich erst nach und nach aus.» Hinzu kommt, dass der Legionärspfad in diesem Jahr während 7 Monaten geöffnet ist; im vergangenen Jahr waren es 5 Monate. Die Betriebsleiterin hofft denn auch auf rund 30000 Eintritte in der bevorstehenden Saison. Eröffnet werden soll sie mit einem speziellen Programm, das aber noch nicht bereinigt ist.

Mitmachen möchte man neu am traditionellen Römertag, der jeweils Anfang Mai im und ums Vindonissa-Museum in Brugg durchgeführt wird, dieses Jahr am 2.Mai. Der Römertag könnte dadurch um zusätzliche Aktivitäten bereichert werden, allerdings auf dem Gebiet des ehemaligen Legionslagers, sodass ein «Römertag Brugg-Windisch» resultieren würde. Weniger wahrscheinlich erscheint die Wiederholung eines Römerfestes zum Saisonende im Oktober.

Fahrende Taverne kam nicht in Fahrt

Vom «Forum Vindonissa», das im Auftrag von Brugg Regio mit Ideen zur Förderung der römischen Aktivitäten eingesetzt worden war, war eine fahrende Taverne ins Spiel gebracht worden. Die Idee: Der Wagen sollte an gut frequentierten Tagen auf dem Parcours verkehren und römische Spezialitäten auf biologischer Basis anbieten, aber auch für auswärtige Anlässe gebucht werden können.

Erste Vorstellungen wurden stark redimensioniert, schliesslich wurde ein Handkarren erbaut, der aber auf dem Legionärspfad nie zum Einsatz kam. Der personelle und administrative Aufwand war zu hoch, die Nachfrage ungewiss, die Trägerschaft ungeklärt, und vor allem wäre damit das Beizli des Legionärspfades im Startgebäude konkurrenziert worden.

Meistgesehen

Artboard 1