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«Es war wie eine Fahrt durchs Verkehrsmuseum», sagt «Convoy»-Sprecher Louis Dreyer. Er spricht damit die 35 Kilometer lange «Convoy»-Parade ins Fricktal an – einer der Höhepunkte des fünften «Convoy to Remember». Bei schönstem Wetter tourten 400 Fahrzeuge via Brugg ins Fricktal. «Es war schon beeindruckend, wie uns Tausende von Menschen am Strassenrand begrüssten», sagt Dreyer. Und nicht nur das: Viele Zaungäste hätten ihre eigenen Oldtimer am Strassenrand geparkt. Der Goodwill der Menschen sei förmlich greifbar gewesen.

Zwei Pferde brannten durch

Bei idealen Wetterbedingungen pilgerten vergangenes Wochenende rund 25000 Besucher nach Birmenstorf. Dort bekamen sie über 600 Militäroldtimer aus der Schweiz und zwölf europäischen Ländern zu sehen.

Natürlich habe es auch vereinzelt negative Reaktionen gegeben, sagt Dreyer. «Schon nach den ersten zwei Überflügen über Birmenstorf sind die ersten Reklamationen eingegangen.» Er könne zwar verstehen, dass der «Convoy» nicht jedermanns Geschmack sei, sagt Dreyer. Aber: «Wir haben alles daran gesetzt, die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten. Unter anderem auch die Einhaltung der Mindestflughöhe von 300 Metern.»

Trotz den grossen logistischen und verkehrstechnischen Herausforderungen verlief der Grossanlass unfallfrei. Einzig zwei Pferde der historischen Dragonerschwadron scheuten, konnten aber nach einem Querfeldeingalopp wieder habhaft gemacht werden.

2013 wieder ein Convoy?

Ob sich Militär-Oldtimer-Fans aus dem ganzen Lande schon auf den sechsten «Convoy» in drei Jahren freuen dürfen, lässt Dreyer noch offen. «Jetzt erholen wir uns erst einmal von dieser Büez. Der Vereinsvorstand wird dann im Herbst über das weitere Vorgehen entscheiden», sagt Dreyer.

Ob es einen sechsten «Convoy» gäbe, hänge nicht zuletzt vom finanziellen Ausgang der diesjährigen Ausgabe ab. Dreyer: «Das Budget beträgt rund eine halbe Million Franken. Wir hoffen, dass wir dieses Jahr das Defizit von 2007 ausgleichen konnten.»