Mafia

20 Mafiosi im Rahmen internationaler Mafia-Razzia verhaftet

Mafia-Mitglieder verhaftet (Symbolbild)

Mafia-Mitglieder verhaftet (Symbolbild)

Im Rahmen einer internationalen Anti-Mafia-Razzia sind 20 Personen festgenommen worden. Die Verhaftungen wurden im Auftrag der Staatsanwaltschaft von Palermo in Italien, Spanien, Venezuela und Brasilien durchgeführt, berichteten italienische Medien.

Die Verdächtigen werden unter anderem der Mafia-Zugehörigkeit, der Korruption, sowie des Betrugs beschuldigt. Im Visier der Staatsanwälte steht der Clan unter der Führung Leonardo Badalamentis, Sohn von Gaetano Badalamenti, einem der einflussreichen Bosse in der Geschichte der Mafia. Beschlagnahmt wurden Immobilien im Wert von fünf Millionen Euro.

Als weiterer Erfolg für die italienischen Mafiajäger wurde Rosario Gambino, ein einflussreicher Mafia-Pate des Clans Gambino, von den USA nach Italien ausgeliefert.

Gambino war 1984 wegen Drogenhandels in den USA verurteilt worden. Vor einigen Jahren hatten Italien die Auslieferung beantragt, weil er dort wegen Drogenhandels in Abwesenheit verurteilt worden war. Nach 40 Jahren kehrte er jetzt nach Italien zurück.

Gambinos Rechtsanwalt, Joseph Sandoval, forderte, seinen Mandanten aus Gründen der Menschlichkeit nicht nach Italien auszuliefern. "Die Haftbedingungen in Italien könnten das Leben meines Mandanten gefährden." Italien hatte jedoch weiter um die Auslieferung gekämpft.

Ein 1992 verfasstes Gesetz hat die Strafen für Mafia-Verbrechen deutlich erhöht. Es sieht unter anderem für Mafia-Mitglieder strengste Haftbedingungen in Hochsicherheitsanstalten und stark eingeschränkte Kontakte zur Aussenwelt vor.

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